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Verkehrs Chaos / Grado’13 – Tag 4

Ungewollte Tagwache um 06:30. Vorhang auf und ein perfektes Foto gemacht. Christian ist puncto Tageslicht am Morgen ein bisschen empfindlich. Also Vorhang wieder zu und eine Stunde weiter geschlafen.

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07:30 zweiter Versuch. Super Wetter und kein Auto auf der Hochalpenstraße, am liebsten gleich vorm Frühstück auf’s Bike und 2-3 mal rauf und runter heitzen. Christian meinte nur. „Viel zu kalt vor 10:00 steige ich auf kein Motorrad.“ Uns Unterschied leider folgendes: Er war am Ende der Tour und ich am Anfang. 3.500 gegen 430 Kilometer.

Grossglockner-Foto-1

Grossglockner-Foto-2

Notiz an mich:
Zieh einfach dein Ding durch es wird keiner auf dich beleidigt sein.

10:30 ging es endlich los. Auf der Tangente um diese Zeit ist weniger los. Leute es ist Mittwoch was macht ihr alle da??? Busse, Autos, Caravans und Motorräder im Kolonnen Verkehr. So habe ich mir das aber nicht vorgestellt. Christian hatte zwei mal richtig Glück. Das erste mal schneidet ein Camper die Kurve und beim zweiten mal kommt ihm so ein Deutscher Möchtegern Schumacher auf seiner Seite entgegen. Also wirklich mühsam!

Helme-Blick-Grossglockner

Wir beschlossen den Großglockner noch einmal zu fahren und ihm dann zu verlassen. Nächster Stop Spar Lienz. Endlich wieder über 20 Grad. Nach kurzer Pause und Zitronen Cornetto ging es Richtung Italien. 80 langweilige Bundesstraßenkilometer weiter wurde es wieder interessanter. Extrem viele Autos und Motorradfahrer. Schon wieder in der Kolonne. Da macht ja jeder Leithagebirge Ausflug mehr Spaß. Christian machte noch ein paar Fotos dann beschlossen wir Richtung Süden zu fahren und ein Hotel zu suchen. Nach dem Verkehr zu urteilen hatten mehrere die gleiche Idee. 90 Km auf der falschen Straßenseite später wollte ich nicht mehr. So macht es keinen Spass mehr.

Cafe- u. Eispause, einfache Dinge verschönern das Leben und man fühlt sich gleich viel besser. Kurzer Blick aufs Navi 125 Km noch bis zum Ziel. „Jessas wenn des so weiter geht suche ich mir ein neues Hobby.“

Es Hilft kein Gejammer, rauf auf den Bock und weiter. 100 Meter nach unseren Stop teilte sich die Straße, eine ganz neue Welt tut sich auf. Freie italienische Bundesstraße. Wenig später geht’s durch eine kleine Ortschaft und wir schrauben uns links den Berg hinauf.

MapStecke

Die nächsten 45 Minuten sind genau das meine. Eine Kurve jagt die andere, fast kein Verkehr. Genauso habe ich mir den Urlaub vorgestellt. In meinen Kopfhörern hämmerte feinster House. Das Adrenalin verteilt sich im Körper, meine Körperhaltung wird straffer und mein Gehirn schaltet so langsam auf Race Modus. Yes, schrie ich in den Helm, Bella das ist deine Heimat. Christian wurde im Rückspiegel immer kleiner. Egal die nächsten Kurven gehören alleine mir. Motorradfahren vom feinsten. Enge Kehren, schnelle langgezogene und wieder engere Kurven kombiniert mit perfekten Asphalt.

Fluss Enltang

Ca. 10 Kilometer vorm Ziel bremste ich mich ein und wartete auf meinen Bro, der überraschend schnell auftauchte. (Bin schon auf seine Zeilen gespannt ob der Abschnitt ihm auch so Spaß gemacht hat wie mir.)

Die letzten Kilometer nach Maniago rollten wir Seite an Seite mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

RdGA Tag 6 – Allos – Orsières

Nach einem typischen frazösischen Frühstück mit Croissant und Baguette, hoffe ich, daß es sich heute ausgeht den Col d’Izoard zu erreichen und mit ihm den Col Agnel. Sollten heute wieder die Radsportler denen ich hiermit meinen Respekt aussprechen möchte, wieder die Alpenpässe im Beschlag nehmen, dann wäre ich doch mehr als sauer.

Kurz nach dem Col d’Allos habe ich diese Aufnahme gemacht. Mir gefällt hierbei, das kleine Schild, das einem sagen möchte: „Alter, hier gibt es weder Randstein, noch Leitplanken obwohl wir über 2000m hoch sind. Also bitte bieg jetzt hier links ab, sonst gehts abwärts.“

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Als ich auf der Zufahrt zu den beiden Pässen auf der Höhe von Château-Ville-Vieille war und lauter Biker fahren sah, wusste ich, heut pack mas! Heut schaffe ich wieder a paar Pässe für meine Top 10 Alpenpass To-Do Liste.

Die das Wetter und die Auffahrt zum Col d’Agnel war perfekt und der Pass schnell erreicht.

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Hier sieht man deutlich wie wenig Platz eigentlich auf so einem Pass ist, wenn dazu noch die Damen Radsport Nationalmanschaft von Litauen hier noch ihr Höhentraingscamp aufschlägt.

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Gut gelaut und mit dem Wissen, daß der Pass den ich Tage zuvor umfahren musste als nächstes drann ist, starte ich gut gelaut richtung Tal los.

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Alle die mich kennen wissen, daß ich mit leerem Magen nicht Motorradfahren kann und da es schon wieder 12:30 war als ich durch Molines-en-Queyras fuhr beschloss ich hier mich kurz zu stärken und den Ausblick auf das Château-Queyras zu geniessen.

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Die Auffahrt des Col d’Izoard von der Südseite kommend, war imposant. Wie am nächsten Foto zu sehen, führt der Weg durch die verwitterte Landschaft.

Oben am Pass angekommen, habe ich das Pflicht Photo geschossen, jedoch bestand am Pass wieder die Möglichkeit, auf eine Anhöhe zu wandern und oben, die Aussicht zu genießen und sich von den Steintafeln die umliegenden Berge erklären zu lassen.

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„Schon wieder?“ – dachte ich mir, als ich mich rückblickend an meine schweißtreibende Wanderung auf den Cime de la Bonette erinnerte.

Na wenn ich schon da bin, dann klettere ich halt da jetzt auch noch rauf. Langweiliger Aussichtspunkt (der auf der linken Seite!) dachte ich mir nur. Dann halt noch schnell rüber zum anderen, damit ich den auch noch habe. Und siehe da, gut war’s das ich raufgekommen bin, sonst hätte ich nicht erkannt, daß ich schon wieder einen Pass von der falschen Seite angefahren bin. *haha*

Aber die dafür schönste Kurvenkombination meiner ganzen Tour bin ich dafür 2x rauf und runtergefahren.

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Übrigens, auf einigen Pässen stehen immer wieder Photografen und schießen Fotos von Rad- und Motorradfahrern die den jeweiligen Pass erklimmen, diese kann man sich dann online kaufen. Hier sind meine Fotos, da mir diese zu teuer sind, poste ich halt den Link zum Ansehen. >> http://www.griffephotos.com/17-August-2013,1930,2,en,f,g96,n8.html

Wenn ich jetzt richtig mitgezählt habe, habe ich jetzt alle 16 Alpenpässe der Route des Grandes Alpes erfolgreich abgefahren.

Einige Leser erwarten sicherlich, daß ich nun Bardonecchia anfahre und daß der Col de Sommeiller das nächste Highlight meiner Reise sein wird. All denen muss ich leider sagen, daß ich diese Reise alleine unternommen habe und eh schon Schiss hatte, daß irgenwas passieren konnte oder ich in Frankreich ohne die Sprache zu beherrschen verhungere. Daher hatte ich beschlossen den Col de Sommeiller nicht alleine anzufahren. Ev. kauft sich der Andreas mal a g’scheite Enduro und wir fahren diesen Punkt, als auch Assietta Kammstraße gemeinsam an.

Ach und wie schon Tage zuvor erwähnt, hab ich natürlich wieder eine dumme Idee gehabt. Ich habe mir gestern Abend überlegt, daß ich eigentlich morgen, also heute doch bis in die Schweiz fahren könnte, schaut ja gar nicht weit aus so auf Google Maps. *grgr*

Notiz für mich:
Wenn ich unterwegs bin: Wenn ich zu Hause die Route in aller Ruhe und besonnenheit die ganze Tour in schöne Tagesabschnitte plane, dann halt Dich verdammt nochmal auch an diesen Plan! – siehe: unsere Gebote #4.

Nach dem ersten Grenzübertritt nach Italien in Richtung Bardonecchia hab ich wenigstens ein Foto vom Col du Sommeiller, wenn auch nur von unten.

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Mein Vater pflegte zu sagen: „Wer eine Reise macht, der kann was erzählen.“ Und recht sollte er haben.

Kurz nach der Ortschaft Susa, auf dem Weg zum Col du Mont Cenis machte ich in einer kleinen Haltebucht eine kleine Pause. Ein Radfahrer der offenbar eine Panne in dieser Haltebucht hatte, erkannte am Kennzeichen, daß ich deutsch sprach und der deutsche Radfahrer fragte mich selbstsicher: „Kannst Du mir mal bitte Deine Pumpe von Deinem Motorrad borgen.“ Ich hatte zwar von Touratech ein zusätztliches Werkzeugfach am Motorschutz angebracht, aber selbst da hatte ich keine Pumpe drinnen. (Gehört da eine rein??) Nachdem wir geklärt hatten, daß ich Ihm bei seinem Fahrradreifen nicht helfen konnte, wollte ich ich den armen Kerl dort auch nicht alleine stehen lassen. Also bot ich Ihm an, Ihn samt defekter Fahrradfelge runter ins Dorf zu fahren.

WAS ohne Helm ? – Natürlich nicht, der Fahrradfahrer hatte natürlich seinen Fahrradhelm auf. Das größere Problem war, es war seine allererste Fahrt auf einem Motorrad. Auch wenn ich mit Warnblinkanlage und max. 30km/h unterwegs war, der arme Sozius litt todesängste während der Fahrt, wie er mir unten im Dorf mitteilte.

Dieses Foto soll mich daran erinnern wie wir beide unsere Sachen versteckten. Ich damit ich ihn mitnehmen konnte und er, damit Ihm keiner was klaut während er seinen Reifen reparieren lässt. – Er hat sich 2 Tage später bei mir per Mail gemeldet und hat mir geschildert, daß er seinen Reifen inkl. Felge noch am selben Tag repariert bekommen hat.

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Nach dieser guten Tat und dem Grenzübertritt wieder nach Frankreich, ging es weiter zum Col du Mont Cenis, hier war der Weg um einiges schöner als der Pass selbst, wie man auf den Fotos hoffentlich erkennen kann.

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Ein weitere Kuriosum meines Garmin Navis konnte mich an diesem Tag nicht aus der Ruhe bringen. Dennoch verstehe ich nicht wieso eine Route so geplant ist, daß ich wenden soll, 400m retour fahren sol und dann mich rechts halten soll?

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Und gleich noch eine Geschichte was zu meinem Garmin zumo660 Navi.

Ich liebe die Funktion: Tankstelle suchen, die mir dann die Richtung zur Tankstelle und die Entfernung angibt. Was ich bis dato nicht wusste, die Entfernungsangaben ist die LUFTLINIE bis zur Tankstelle! Als meine Tankanzeige aufleutete, war ich am Fuß des Col de l’Isèran, also am Fuß des höchsten Alpenpasses und mein Navi sagt „11km bis zur Tankstelle“ – haha!

Heute kann ich mit gutem Gewissen sagen, auch mit dem Hinweis „Tankstelle aufsuchen“ schafft die BMW F800GS noch locker den höchsten Alpenpass zu bezwingen und bis nach Val d´Isère zu rollen.

Heute war das Wetter, doch recht frisch, wenig Verkehr und kein einiger Radfahrer, ein schnelles, aber doch freudliches Selbstportrait. Wegen des kalten Windes, ausnahmsweise mit Helm. – Nachfolgend noch der Blick ins Tal nach Val d´Isère

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Mit einem herzlichen „Au revoir France“ verabschiedete ich mich am Col du Petit-Saint-Bernard und überrollte die Grenze nach Italien, damit endet der französicher Teil meiner Route des Grandes Alpes Tour.

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Eigentlich hatte ich den Colle San Carlo gar nicht als Höhepunkt in meine Reise eingeplnat, doch ist dieser Weg nach dem Col du Petit-Saint-Bernard auf jeden Fall eine Reise wert, perfekte Straße und tolle Kurven!

Wie schon gesagt, hatte ich mir leider viel zu weit ein Hotel gebucht, daß ich heute noch erreichen wollte, musste, aber leider war es schon zu spät für den Col du Grand Saint-Bernard und auch zu dunkel für ein schönes Top 10 Alpenpässe Foto. – Verschiebe ich daher auf morgen.

RdGA Tag 1 – Innsbruck – Stilfser Joch

Nach dem Ausladen am Autoreisezug, brauch ich natürlich ein klassisches Innsbruck Foto, daher hier das Foto mit meiner BMW F800GS und das Goldenes Dachl.

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Danach über die B186 via Sölden auf die Ötztaler Gletscherstraße, rauf zum Rettenbachferner der den höchsten über eine befestigte Straße erreichbare Punkt in Österreich darstellt. Während unten im Tal angenehme 28°C waren, waren auf 2814m nur noch lauschige 10,5°C, zum Glück hatte ich doch noch zu dem Sommerhandschuhen, die dicken Handschuhe mit eingepackt.

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Danach habe ich noch einen Abstecker durch den dort befindlichen Rosi-Mittermeier-Tunnel, den Europas höchstgelegener Straßentunnel unternommen um zum Tiefenbachferner zu fahren. Hier erreicht man die unglaubliche Höhe von mehr als 2800 Höhenmeter bei der Ausfahrt des ansteigenden Tunnels und ist somit auch höher als am berühmten Cime de la Bonette. Aber ansonsten bietet der Abstecker im Sommer nicht sehr viel, wie man hier am Foto erkennen kann.

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Die Aussicht wieder richtung Sölden bietet da schon mehr fürs Auge,…

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…ebenso die Auffahrt zum Timmelsjoch.

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Und am Timmelsjoch, das obligatorische Foto, somit habe ich bereits das erste Foto meiner Top 10 Alpenpässe.

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Danach geht’s weiter zum nächsten Höhepunkt, dem Stilfer Joch, Italiens höchster Straßenpass und der zweithöchste (befestigte) Straßenpass der Alpen nach dem Col de l’Iseran, wo ich heute im Alpengasthof Tibet übernachten werde.

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Leicht unterkühlt am Stilfer Joch angekommen, habe ich noch schnell eine warme Suppe genossen und dann mein Hüttenzimmer bezogen, klein, fein und zugig.
Wie viel doch in meine neue gebrauchte Cargobag passt kann man auch hier am Foto gut erkennen. Ich musste alles ausräumen, da ich irgendwo meine Kopfhörer „versteckt“ hatte.

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RdGA – Jetzt gehts los!

Jetzt gehts es also tatsächlich los, der Wecker hat heute morgen um 6:00Uhr geklingelt, danach fertig gemacht und ab auf’s Bike, ab 7:00Uhr wird am Wiener Matzleinsdorferplatz die Motorräder auf den Autoreisezug nach Innsbruck verladen. Also jetzt nicht trödeln.

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Ruck zuck sind die Autos und danach die Motorräder am ÖBB Autoreisezug verladen und fixiert.

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Geputzt, getankt und startklar.

Das heutige gute Wetter habe ich genutzt, um mein Bike startklar für die Tour zu machen. Die letzten Gelsen und Fliegenflecken wurden beim putzen entfernt, der Reifendruck überprüft und die Kette geschmiert. Morgen wird gepackt und am Montag geht’s los in Richtung Süden. Ich hoff das Wetter spielt bei der Reise mit, wer will schon Regen im August?

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Das La-Ce on Tour – Pernek Video ist fertig!

Die Fotos unserer Ausfahrt nach Pernek (SK) habt Ihr hoffentlich schon auf Facebook gesehen, aber jetzt freuen wir uns bekannt geben zu dürfen: DAS VIDEO ist ebenfalls online.

Die Biker:

  • Motzl // Yamaha XT660X
  • DonLuigi // Kawasaki Z 750
  • Alex // Suzuki GSX-R 1000
  • M&M Brothers: Mikac // Yamaha R6 & Markoni // Honda CBR 600RR HRC Edition
  • Sejko // BlackPearl Yamaha R1
  • La- // Aprilia RSV Tuono
  • -Ce // BMW F800GS

Die Musik:

  • ROCK STARS / Ville Ventures

DIY Navi Halterung für BMW F800GS

In meinem Lieblingsforum http://www.800gs.de habe ich diese tolle DIY (Do it yourself) Ergebnisse gesehen, wie es einige User geschafft haben, Ihr Navi oberhalb der Armaturen zu montieren:

Daher dachte ich mir, über den Winter bastle ich mir auch so was. Tja, im Winter war es mir dann doch zu kühl, aber jetzt genau zu Saisonstart habe ich es geschafft.

Ziel war es, wie die Touratech Halterung für das Garmin zumo660 Navi mittels einer selbst gebastelten Alustange oberhalb der Armaturen meiner BMW F800GS so anzubringen, daß die Halterung die Armaturen nicht verdeckt und dennnoch von der Desierto Verkleidung geschützt ist.

Wichtig war mir zusätzlich, daß die Verstellmöglichkeit der Desierto Verkleidung in keinerlei Hinsicht beeinträchtigt wird.

Daher hier nun mein fertiges Produkt:

Nachtrag vom August 2013:

Ich bin nun die Route des Grandes Alpes und die Top 10 Alpenpässe mit dieser Konstruktion erfolgreich abgefahren, ich kann mit Stolz sagen: „Ja, es wackelt wenn es ruckelt, aber es hält noch immer bombenfest!“

 

Ich habs getan! // Meine erste kleine Tour

Beim neuen Windows7 habe ich mir natürlich das Österreich Theme ausgewählt, wobei eines Tages ein faszinierender Hintergrund zu sehen war:

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Damals dachte ich mir: „Da will ich hin, dass will ich selbst sehen“, nach kurzer Recherche, fand ich raus, das es sich um die Grossglocker Hochalpenstrasse handelt.

Eine vorgeplante Tour war schon vorhanden: Nockalmstrasse, Dachstein Gletscher, Grossglockner Hochalpenstrasse

Die ich dann mit eigenen Präferenzen abänderte, bis ich dann „Meine erste Tour“ geplant hatte.

Als dann meine HR-Kollegin zu mir kam und meinte ich müsste ein paar Überstunden abbauen, mein Chef meinte ich kann gerne nächste Woche 4 Tage am Stück frei haben und meine Frau mit den Kinder auf Sommerfrische auf mich verzichten könnte, war klar die Reise geht am 24.8. los – für Weltenbummler sind zwar 4 Tage „Pipifax“, aber für mich gab es vor Vorfreude kaum ein Halten.

7.40 verladen und auf den Autoreisezug nach Villach den ich um 13:30 verlassen hatte und rückblickend hätte sparen können, aber für 40.- Euro eigentlich ein Schnäppchen.

Schon nach einer guten Stunde, habe ich meinen ersten Pass geschafft.

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Freunde empfahlen mir den „Passo Rest“ unbedingt zu fahren, aber mit dem geborgen Navi eines Arbeitskollegen, hatte ich am Anfang so meine liebe Mühe, der mich meist durch noch so jede kleine Seitenstraße von italienischen Dörfern durchlotste.

Das sollte der berühmte Rest Pass sein, dachte ich mir und war schon gedanklich auf dem Weg nach Cortina d’Ampezzo war der jetzt eher linkerhand, also Westlich lag.
Plötzlich ein Wegweiser „Passo Rest“ nach rechts, na gut und dann eben rechts, ich hab ja keine Termine.

Und tatsächlich der Rest Pass war wirklich eine Reise wert, die engen Kehren und kein Verkehr, perfekt!

Am frühen Abend für ich gerade in Ampezzo ein und sah einige Personen aus einer Pizzeria kommen, also muss die offenbar gut sein dachte ich und suchte mir ein Quartier, das auch schnell gefunden war.
Geduscht und frisch machte ich mich zurück zur Pizzeria, zufällig war gerade das CL Spiel in Udine, 70km entfernt live im TV, die Stimmung war dementsprechend.

Am nächsten Tag begrüßten mich schon die ersten Ausläufer der Dolomiten.

So wacht man in Ampezzo auf.

 

Um 8 Uhr gab es kein Halten mehr ich fuhr noch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Ampezzo an und dann den Weg zu den Dolomiten.

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Jede Möglichkeit um die Dolomiten habe ich reichlich ausgenutzt, so auch den 11Euro teuren Weg der „Strade Panoramica“ der mich auf 2333m ü.M. führte.

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Kurz nach Mittag machte ich mich auf den Weg zum Grossglockner, den ich nach einer Eispause via Lienz schnell erreicht hatte und schon von Heiligenblut aus sehen konnte.

Heiligenblut & der Grossglockner

Abendessen wurde natürlich auf der Edelweißspitze eingenommen, um dann erholt ins Hotel in Karprun einzuchecken und um auch gleich wieder „auszuchecken“, da ich ja um 4:30 da Hotel verlassen werde, wo noch keiner an der Rezeption sitzen wird.

Vor Aufregung, natürlich schwer eingeschlafen und erschöpft den Wecker um 4Uhr abgedreht, frisch gemacht, warm angezogen und wie geplant um 4:30 abgefahren, Punkt 5Uhr beim Schranken zur Grossglocker Strasse gestanden und bei lauschigen 11°C alleine raufgefahren und um 5:20 oben angekommen.

5:20 - 11°C

Laut allen Vorhersagen, sollte die Sonne in 50min aufgehen, na ich bin gespannt, noch ist nichts zu sehen.
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Doch dann, welch Überraschung wurde es doch immer heller.

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Diese unglaubliche Stimmung wurde abrupt unterbrochen, als ein älterer Herr der offenbar in seinem Bus oben übernachtete, aus seinem Fahrzeug ausstieg und seine Morgentoilette im Freien verrichtete.

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Und dann war es soweit.

Unglaublich schön

Nun also schnell weiter, denn beim „Hochtor“ wo das ursprüngliche Foto gemacht wurde, müsste es ja nun möglich sein, das Foto nachzustellen, leider aber war bei mir nur diese Aussicht möglich.

leider nicht auf der Kärtner Seite

Dann ging die Reise noch weiter via Sölkpass, Nockalstrasse und nach einer kurzen Übernachtung fuhr ich entgegen meinen Plänen nicht mit dem Autoreisezug sondern „selbst“ zurück, somit war ich nicht gegen 23Uhr in Wien, sondern schon um 13Uhr zu Hause und bin effektiv 3 Tage gefahren.

Geplant waren 770km, tatsächlich bin ich dann mit allen „Umwegen“ (gibt’s beim Motorrad Fahren überhaupt ein „Verfahren“?) doch für mich unglaubliche 1349km gefahren.

Die Familie ist dann auch recht bald wieder zu Hause angekommen und der Alltag hatte einem ganz schnell wieder im Griff.

Tja und wenn ich glaube, das alles war nur ein Traum, dann geh ich zum Bike und fang an zu putzen.

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eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen...

Das war meine erste Tour und der dazugehörige Reisebericht, als nächstes möchte ich noch den Schnee auf der Grossglockner Hochalpenstrasse sehen und freu mich auf weitere zahlreiche Teilnehmer.

Lg
Christian

PS: Effektiv bin ich dann diese Strecke 2011 gefahren.
(Umwege kann ich auf Grund eines fehlenden GPS Trackers nicht einzeichnen)