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RdGA Tag 13 – Spedenaktion in Mariazell

Wer meine anderen Beiträge zur Route des Grandes Alpes gelesen hat, weiß das ich mächtiges Glück hatte, da ich DREI mal ganz knapp einem Unfall entgangen bin. Daher habe ich mir schon unterwegs geschworen, wenn ich das unbeschadet überstehe, dann spende ich 50.- Euro in Mariazell.

Gemeinsam wollte ich mit Andreas von Grado via einiger Pässe nach Mariazell fahren um mein Versprechen einzulösen, doch wie am Tag 12 zu lesen (Link) mussten oder besser gesagt, durften wir mit der Bahn nach Hause fahren, daher musste ich meine Spendenaktion in Mariazell verschieben.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so machten wir uns 2 Wochen nach meiner eigentlichen Route des Grandes Alpes Tour auf den Weg nach Mariazell. Und wie versprochen habe ich die 50.- Euro dem Messdiener in Mariazell gespendet.

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Somit kann ich heute meine Route des Grandes Alpes Tour als „vollständig abgeschlossen“ betrachten.

RdGA Tag 10 – Edelweißspitze – Manjago

Uhhhaaa! – wer hat denn unseren Vorhang nicht ordentlich zugezogen, denk ich mir „mitten in der Nacht“ denn die ersten Sonnenstrahlen wecken mich unsanft. „Guten Morgen“ ruft mir mein Zimmergenosse entgegen, der offenbar schon länger wach und online ist. „Bitte mach die Vorhänge zu und ich schlaf noch eine Runde“, sag ich nur kurz und verpasse diesmal die Sonnenaufgangsstimmung. (Die Fotos gibt’s hier auf Andreas seinem Beitrag zu diesem Tag: Verkehrs Chaos / ON-Tour Tag 4)

Eine Stunde später, ein weiterer Versuch „Kum, fahr ma!“. Leider aber habe ich keinen Bock da raus, da war es saukalt und mir steckte der Vorabend noch in den Knochen. (Rückblickend tat es mir leid, denn wir haben sicherlich das Beste verpasst, wegen mir.)

Gegen 9Uhr haben wir ich es dann geschafft aufzustehen und um 10Uhr abfahrtsbereit zu sein. – Mir steckten die KM der letzten Tage mehr als in den Knochen und da ich heute kein Pflicht- sonder nur Kürprogramm hatte, war ich wenig motiviert. Abgesehen von dem letzten Foto das mir noch fehlt, um sicherzustellen, dass ich die Top 10 Alpenpässe gesehen habe.

Gestartet sind wir von der Edelweißspitze talwärts in Richtung Norden. Schon bei der Hinunterfahrt haben wir gesehen, was für ein Verkehr uns gleich erwartet wenn wir wieder rauf fahren. Bei der Talfahrt wurde ich fast zwei Mal von entgegenkommenden Fahrzeugen, die eigentlich auf meiner Spur fuhren abgeschossen. – Wenn ich das unbeschadet überstehe, dann spende ich 50.- Euro in Mariazell. (hier folgt der Link zur Spendenaktion)

 

Um Punkt 11 Uhr waren wir am Hochtor und ich konnte nicht nur ein Foto von Andreas, sondern auch eines mit mir am Hochtor machen lassen.

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Somit hatte ich es geschafft, alle Top 10 Alpenpässe in 10 Tagen abzufahren 😉

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Wer schon die Maut für die Großglockner Hochalpenstrasse bezahlt hat, der fährt auch bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und macht ein oder zwei Fotos mit dem Großglockner, so auch wir, und das ganze bei Kaiserwetter!

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Nach der Verabschiedung des Kolonnenverkehrs am Großglockner, fuhren wir nach Lienz wo wir auch gleich beim SPAR uns das Mittagessen kauften. Noch immer nicht sehr motiviert, oder einfach noch Hundemüde von der Tour, versuchte ich etwas Zeit zu schinden und kaufte uns beiden noch ein Eis. (Anmerkung: Eis #1)

Beim ÖAMTC in Lienz richte der Freundliche Mechaniker irgendwas an Andreas sein Bike (Andi, was genau war das?), danach ging es nun aber ohne Verzögerung in Richtung Dolomiten. Offenbar war an diesem sonnigen Tag alles auf den Beinen bzw. in den Fahrzeugen und auch so, war es kein großer Fahrspaß in Richtung Cortina d’Ampezzo. – Später am Abend erfuhren wir, es war die letzte Urlaubswoche der Italiener.

Bei der Cristallogruppe haben wir noch ein paar Fotos für den La-Ce Jahreskalender 😉 geschossen.

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Die Strecke von Cortina d’Ampezzo nach Pieve di Cadore, war doch etwas mühsam und bei einem Italienischen Cappuccino rasteten wir in der Italienischen Sonne. Als ich dann noch Passanten mit einem Eis sah, gab es für mich kein halten und ich schlug wieder zu. (Anmerkung: Eis #2 – sehr gut!)

Nach der Stadtausfahrt änderte sich die Straße schlagartig und wir „düsten im Sauseschritt“ bis nach Maniago, also die Strecke war dann wirklich Bikerfreundlich. In Manjago haben wir eine nette Pension gefunden, der Besitzer hat das gleiche Motorrad wie Andreas. Italiener unter sich.

Nach dem Abendessen gab es, wen wunderst es Eis #3 – das Zweitbeste an diesem „National Ice Cream Day„.

Auf geht’s / Grado’13 – Tag 3

Wetterbericht 60% Regen in ganz Österreich.

Blick aus dem Fenster, Sonne mit ein- zwei Wolken, geht schon 60% ist ja fast wie 50/50, auf meiner Route regnet es sicher nicht und wenn, ein zwei Tropfen halte ich schon aus.

Geplante Abfahrt 09:30 und wirklich nach großer Verabschiedung geht’s pünktlich los. Next Stop: Kalte Kuchl. Super Wetter, nicht zu kalt und nicht zu warm, fast blauer Himmel. Der zwei Zylinder knurrt vor sich her, einfach perfekt.

Ab Gutenstein keine Autos und LKW´s mehr. Einer meine Lieblingsstrecken für mich ganz alleine. Die neuen Micheline Pilot Power 3 picken auf der Straße das ich mir schon langsam um die zwei armen Spanngurte die meinen Rucksack fixierten Sorgen machte. Egal! Keine Sau auf der Straße. Von den Bullen der Polizei auch weit und breit nichts zu sehen. Zwei Kurven noch, dann kommt die schöne langgezogene Kurve. Also: Race Modus und Ideallinie. Meine Knie berühren so langsam das erste mal an diesen Tag den Asphalt. YES wenn das so weiter geht wird das ein perfekter Motorrad Tag. Mein Blick voll konzentriert auf der Straße von einer Kurve zur anderen. Einfahrt Kalte Kuchl alle Sinne einfach Happy. Doch irgendwas war anders als sonst. Hat die Gaststätte geschlossen? Warum stehen da nur Autos? Und warum ist es auf einmal so dunkel hier? Dicke Wolken Shit, wo kommen die auf einmal her? Stehen bleibe ich trotzdem. Wie am Foto zu erkennen 20. August und ich bin das einzige Motorrad in der Kalten Kuchl.

einziges Motorrad

Auf diesen Schock bestellte ich mir ein Cola und plauderte ein bisschen mit dem Kellner. Noch immer mit positiver Einstellung es wird nicht regnen, ging es weiter Richtung Mariazell. Zehn Minuten später, leichte Tropfen, die Wolken werden dunkler. Aber kein wirklicher Regen 20 Tropfen und schon wieder trocken, damit kann ich leben.

Mariazell

Langsam kam mir aber der Gedanke warum habe ich die 2 1/2 Stunden gestern in diversen Motorradgeschäften nicht sinnvoll genützt und habe mir ein Regengewand gekaufte. Ach was es wird nicht regnen und wenn sicher nicht so schlimm. Ziel: Großglockner 19:30 Treffpunkt mit Christian.

Einfahrt Wildalpen, der Regen wird immer stärker und heftiger. Irgendwie wird es auch immer kälter. Ich drehe aber sicher nicht um… Dahinten wird es auch schon wieder hell. Merkt euch aber eines im Leben, wenn ein kleiner klarer Bach am Straßenrand 10km Fluss aufwärts auf einmal reissender ist als zuvor und sich langsam braun verfärbt wird das Wetter in diese Richtung sicher nicht schöner.

Wildalpen

Hundert Kilometer reinster Biker Horror. So viel Wasser hat mein Motorrad noch nie in 9 Jahren gesehen. Ich war in kürzester Zeit so nass wie wenn ich mit der vollen Montur in einen Pool gesprungen wäre. Genau so schnell wie sich meine Stiefel mit Wasser füllten (2-5 Minuten) kam der Zorn in mir hervor. Warum mache ich auch so ein Scheiß. Wetter.at und auch der ORF haben Regen angesagt. Warum habe ich diese Tour nicht einfach abgesagt. Schreiend, fluchend ging es Richtung Liezen. Dort zitternd angekommen stürme ich den Forstinger. Vor Kälte schreiend reiße ich mir die Lederkombi vom Leib, die nasse Funktionswäsche klebte so fest auf der Haut, dass ich Hilfe brauchte um sie los zu werden. Ein Bild für Götter!!! Ein Stämmiger mit Glatze und recht vielen Tattoos steht fluchend mit nasser Unterhose und Socken im Forstinger.

forstinger

Neue Unterwäsche, Handschuhe und Regenbekleidung. Ich fühlte mich wie neu geboren. 120km noch, die schaffe ich mit links. Voll angedirndelt schwinge ich mich aufs Bike. Jetzt kann’s regnen was es will. „Lach“ Aber wie es so schön spielt im lieben Leben, 10 Kilometer nach Liezen Sonne und alles trocken.

Grossglockner-20.08

Bis zur Einfahrt Großglockner rennt es wie am Schnürchen. Kein Regen aber Schweine kalt. So eine nasse Lederkombi haltet einfach nicht mehr warm. Geschwächt und gezeichnet zahle ich die Maut. Der nette Mann hinter dem Schalter meinte nur ich habe einen Vogel und ich soll auf mich aufpassen und mich nicht verfahren. ??? VERFAHREN ??? Warum ??? Ab Kehre 9 siehst nix mehr. ??? Naiv fragte ich warum. Die Antwort gefiel mir aber gar nicht. „Da oben is a Schaß Wehder und der Nebel is so dicht das du dei Haund nimma siehst.“ Na super auf geht’s wenn´s rennt dann rennt’s 🙂 die neun Kehren gehören für 23,- Euro aber mir. Mit letzter Kraft schweißte ich den Großglockner hinauf. Komfortzimmer ich komme. Warme Dusche wo bist du?

Edelweisshuette20.08

Punkt 19:00 und mittlerweile 2 Grad Außentemperatur Ankunft Edelweissspitze. Die Edelweisshütte hält was sie verspricht. Frisch geduscht und mit vollen Magen wird mein armes Motorrad in die Garage geschoben. So dreckig war Bella Italia noch nie. „Sorry“

Verspätet trudelt auch Mr. Grandes Alpes ein. Nach kurzen Smalltalk fallen wir in Tiefschlaf.

Resümee von 9 Stunden am Radel: „Die ersten 50 und die letzten 10 Minuten haben mir wirklich Spaß gemacht.

Alleine nach Mariazell

Wenn keiner Zeit hat zum Biken, dann genieße ich das wunderbare Wetter halt alleine. Eine kleine aber freine Ausfahrt mit den Höhepunkten: Baden-Berndorf,  Gutenstein mit seinen tollen Kehren, Kalte Kuchl, Ochssattel, Kernhof, Mariazell, Schneealm, Preiner Gscheid, Rosaliagebirge, Burg Forchtenstein und die Überfahrung des Leithagebirges bei Donnerskirchen-Hof am Leithagebirge.

Mittagessen gabs natürlich in der Kalte Kuchl.

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