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Unsere Saison 2014

2014 war ein großartiges Jahr, viele neue Gleichgesinnte kennengelernt, zwar keine große Tour gemacht aber trotzdem ein paar tausend Kilometer im Sattel verbracht.

Dieses Jahr waren sogar die üblichen Verdächtigen Alex und Max brav. Kein Führerscheinentzug, nicht einmal großartig überzogene Strafen bezahlt und ganz wichtig keine Totalschäden, sogar mein Highsider am Pannoniaring ist glücklich und mit wenigen Blessuren ausgegangen. Highlights waren sicher, dass 123 Runden-Rennen und das ÖAMTC Speedtraining.

Christian hat aus privaten Gründen ein wenig pausiert und ist erst im September (also kurz vor Saisonende) in Fahrt gekommen. Dafür hat er hoch und heilig versprochen 2015 alles nachzuholen.

Bin schon gespannt was die 2015 Saison alles bietet und wünsche allen Lesern eine schöne Winterzeit- Pause.

Have Fun & Ride Safe

La & Ce

ÖAMTC Speed Training!

Rückblende 2013
Nach meinem kleinen Rutscher 2012 am Pan-Ring, hat mir meine geliebte Frau ein Speed Training (Ring Training vom Öamtc am Wachauring) zum Geburtstag geschenkt (erster Gedanke, sie glaubt ich kann nicht Motorradfahren). Susi (Frau von Ce) hatte schon früher die Idee und Ce’s Gutschein verstaubte schon länger in irgendeinen Büroladl. Aber irgendwie hatten wir 2013 nie Zeit und wenn wir Zeit hatten, regnete es wie aus Kübeln.  Den September – Termin haben wir auch sausen lassen. Am Ende der Saison macht ja so ein Training keinen Sinn mehr, bis ins Frühjahr hat man eh alles wieder vergessen (wir hatten einfach keinen Bock).

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2014
Aber jetzt geht’s los, genau mit diesem Training werden wir so richtig schnell.
„Wir“ ist im 14er Jahr leider die falsche Formulierung. Ce hat zu meinem Leid eingebildet schlauer zu werden und nach seinen Master weiter die Schul (Uni) Bank zu drücken. Familie plus Arbeit plus Uni = wenig Zeit zum Motorradfahren. Er muss halt noch viel lernen… 😉 Rechenbeispiel lieber Ce: viel Motorradfahren = Freiheit = abschalten = Spaß = die besten Vorraussetzungen um alles andere wie Job, Fam. und auch Uni problemlos zu meistern. Aber ich will jetzt nicht abschweifen, es geht ja um diesen besagten Speed Kurs.

April 2014 (Osterwoche) Termin fixiert… Leider hatte schon wieder höhere Gewalt Einfluss, dass ich nicht Ringfit werde. Mein lieber Chef brauchte mich und ich konnte schon wieder (8 mal 2013/2014 verschoben) am Wachauring anrufen um einen neuen geeigneten Tag zu finden. Sonntag 10. Mai, was soll da schon passieren. Da diese Kurse mitten in der Nacht beginnen (07:30), beschloss ich schon am Vorabend anzureisen um halbwegs fit aus der Wäsche zu schauen. Pünktlich halbwegs ausgeschlafen (Song Contest bis 01:30 geschaut, wenn ich die Worte vom Andy Knoll verwenden darf. „Jetzt hat sie uns diesen Schass auch noch gewonnen.“ Gratulation an Conchita Wurst!)  Ach ja pünktlich eingetroffen, Cafe Latte, Cola, Ham & Eggs und ein Red Bull in die Figur gestellt, hörte ich mir die Einleitung-Einschulung von über einer Stunde an. Wenn man sich um diese Zeit eine Eiweiß, Zucker, Koffein-Überdosis holt ist man einfach schneller, aber leider vergeht die Zeit dadurch auch nicht schneller. Gelangweilt aus den Fenster des Schulungsraumes blickend bemerkte ich dunkle Wolken. Irgendwann zwischen der Erklärung der Flaggen, Signale (jeder MotoGP / Formel1 Fan kennt diese Flaggen. „langweilig“) unterbrach ich und stellte mal die berechtigte Frage „was machen wir eigentlich wenn es regnet?“ Bei Regen macht so ein Kurs doch keinen Spaß. Ich bin ja hier das ich lerne einhändig am Knie schleifend mein entgegenkommenden zu grüßen. (Große Belehrung bekommen, das Knieschleifen auf der Strasse nichts verloren hat) Die Kärntner Instruktoren (kein Plan vom Wachau Wetter) meinten nur „des wird scho wieder“.

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Aber genau bei den Abschluss Worten „ihr seit hier zum lernen und nicht um ein Rennen zu gewinnen“  begann  es leicht zu regnen. Da ich ja in der Region meine Jugend verbracht habe wusste ich, dass die dunklen Wolken von Westen her nix gutes bedeuten. Ha und genau so war es, 15 Minuten später „Weltuntergang“ weitere 15 Minuten „Landunter“ Speed Training abgesagt oder besser gesagt verschoben. Liebe La-Ce Leser, ich bin wahrlich kein Weichei. Aber es hat so stark geregnet, daß meine Frau mich mit dem Hänger holen musste.
Eines muss man an dieser Stelle sagen, der Öamtc ist wirklich super organisiert und hat einen guten Kundendienst. Montag 10:30, meine Lederkombi war noch nicht einmal trocken hatte ich schon den Ersatztermin.

Samstag 28.06. Aus Fehlern wird man ja bekanntlich klüger. Motorrad (diesmal mit der alten Yamaha mit der ich das 123 Runden-Rennen bewältigen will) am Hänger und Ersatzgewand im Auto. 07:00 Abfahrt Richtung Wachau-Ring, die langweilige und überflüssig Einleitung erspare ich mir dieses mal. Rechtzeitig zu den gleichen bekannten Abschlusswörtern trudelte ich ein. Motorrad abladen und rein in den ein bißchen zu eng geratenen Dainese-Einteiler. (eingegangen vom Regen die Leberkäsesemmel und Schnitzerl haben damit nichts zu tun :-).

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Wenn man viel, schnell oder schon ein paar Kilometer auf einen Ring abgespult hat ist der Vormittag recht langweilig. Einschulung, Kurventechnik, richtiger Blick, Vollbremsung u.s.w. Ich war fast schon ein wenig verwirrt wie von mir verlangt wurde bei einer langgezogenen Kurve das Motorrad zu drücken. Drücke mein Moppet nur wenn Hindernisse auftauchen oder die Kurve plötzlich eng wird. Aber wenns der Herr in Gelb / Schwarz sagt, dann mach ma es halt.  Ab 11 Uhr wurde es wirklich witzig, die Instruktoren zeigten mal was sie so drauf haben. Sag nur „Respekt“, die beherrschen ihre Maschinen. Am meisten beeindruckt hat mich ein Wheelie über die gesamte Start/Ziel und so bei 120km/h sofort aufs Knie durch die erste Kurve. Bravo, ab jetzt hatten sie meine gesamte Aufmerksamkeit. Bis zur Mittagspause lernten wir die richtige Linie und das Tempo wurde schneller. Nach dem Mittagessen war der gesamte Ring für uns offen. Ein Turn noch mit Begleitung und dann war freies Fahren angesagt. In zwei Gruppen aufgeteilt 15 Minuten heizen 15 Minuten Pause. (Pausen sind immer wichtig) Ab Turn 3 hat mich das Rennfieber wieder gepackt. Im Turn vier wurde die alte Thundercat und ich eins. Mit 98PS ohne ABS oder anderen Hilfsmitteln (Traktionskontrolle) hatten die Mitstreiter ganz schön ihre Mühe. Gott sei Dank haben sie alle schön gelernt was die blaue Flagge bedeutet.

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Fazit:
Also für € 249,- was dieses Speed-Trainig kostet war es mir zu lange langweilig.
Keine Frage super Jungs und toll organisiert aber für € 77,- bis € 100,- pro Tag habe ich mehr bei den üblichen Verdächtigen wie 1000ps oder Stardesign auf diversen Rennstrecken (Pannonia oder Slovakia- Ring).

RdGA Tag 10 – Edelweißspitze – Manjago

Uhhhaaa! – wer hat denn unseren Vorhang nicht ordentlich zugezogen, denk ich mir „mitten in der Nacht“ denn die ersten Sonnenstrahlen wecken mich unsanft. „Guten Morgen“ ruft mir mein Zimmergenosse entgegen, der offenbar schon länger wach und online ist. „Bitte mach die Vorhänge zu und ich schlaf noch eine Runde“, sag ich nur kurz und verpasse diesmal die Sonnenaufgangsstimmung. (Die Fotos gibt’s hier auf Andreas seinem Beitrag zu diesem Tag: Verkehrs Chaos / ON-Tour Tag 4)

Eine Stunde später, ein weiterer Versuch „Kum, fahr ma!“. Leider aber habe ich keinen Bock da raus, da war es saukalt und mir steckte der Vorabend noch in den Knochen. (Rückblickend tat es mir leid, denn wir haben sicherlich das Beste verpasst, wegen mir.)

Gegen 9Uhr haben wir ich es dann geschafft aufzustehen und um 10Uhr abfahrtsbereit zu sein. – Mir steckten die KM der letzten Tage mehr als in den Knochen und da ich heute kein Pflicht- sonder nur Kürprogramm hatte, war ich wenig motiviert. Abgesehen von dem letzten Foto das mir noch fehlt, um sicherzustellen, dass ich die Top 10 Alpenpässe gesehen habe.

Gestartet sind wir von der Edelweißspitze talwärts in Richtung Norden. Schon bei der Hinunterfahrt haben wir gesehen, was für ein Verkehr uns gleich erwartet wenn wir wieder rauf fahren. Bei der Talfahrt wurde ich fast zwei Mal von entgegenkommenden Fahrzeugen, die eigentlich auf meiner Spur fuhren abgeschossen. – Wenn ich das unbeschadet überstehe, dann spende ich 50.- Euro in Mariazell. (hier folgt der Link zur Spendenaktion)

 

Um Punkt 11 Uhr waren wir am Hochtor und ich konnte nicht nur ein Foto von Andreas, sondern auch eines mit mir am Hochtor machen lassen.

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Somit hatte ich es geschafft, alle Top 10 Alpenpässe in 10 Tagen abzufahren 😉

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Wer schon die Maut für die Großglockner Hochalpenstrasse bezahlt hat, der fährt auch bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und macht ein oder zwei Fotos mit dem Großglockner, so auch wir, und das ganze bei Kaiserwetter!

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Nach der Verabschiedung des Kolonnenverkehrs am Großglockner, fuhren wir nach Lienz wo wir auch gleich beim SPAR uns das Mittagessen kauften. Noch immer nicht sehr motiviert, oder einfach noch Hundemüde von der Tour, versuchte ich etwas Zeit zu schinden und kaufte uns beiden noch ein Eis. (Anmerkung: Eis #1)

Beim ÖAMTC in Lienz richte der Freundliche Mechaniker irgendwas an Andreas sein Bike (Andi, was genau war das?), danach ging es nun aber ohne Verzögerung in Richtung Dolomiten. Offenbar war an diesem sonnigen Tag alles auf den Beinen bzw. in den Fahrzeugen und auch so, war es kein großer Fahrspaß in Richtung Cortina d’Ampezzo. – Später am Abend erfuhren wir, es war die letzte Urlaubswoche der Italiener.

Bei der Cristallogruppe haben wir noch ein paar Fotos für den La-Ce Jahreskalender 😉 geschossen.

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Die Strecke von Cortina d’Ampezzo nach Pieve di Cadore, war doch etwas mühsam und bei einem Italienischen Cappuccino rasteten wir in der Italienischen Sonne. Als ich dann noch Passanten mit einem Eis sah, gab es für mich kein halten und ich schlug wieder zu. (Anmerkung: Eis #2 – sehr gut!)

Nach der Stadtausfahrt änderte sich die Straße schlagartig und wir „düsten im Sauseschritt“ bis nach Maniago, also die Strecke war dann wirklich Bikerfreundlich. In Manjago haben wir eine nette Pension gefunden, der Besitzer hat das gleiche Motorrad wie Andreas. Italiener unter sich.

Nach dem Abendessen gab es, wen wunderst es Eis #3 – das Zweitbeste an diesem „National Ice Cream Day„.