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123 Runden Rennen Extrem

Ich persönlich finde, dass das 123 Runden Rennen von Stardesign-Racing am Pannonia-Ring zum Highlight der Saison gehört. Schade finde ich es nur, dass nicht mehr Besucher/Zuschauer trotz freien Eintritt vorbei schauen. So viel Abwechslung, Spannung und Action findet man selten. Motorradsport-feeling vom Feinsten.

Unser Team:
Helmuth H. / Kawasaki ZX6R
Ingo H. / Honda CBR600RR
Bernhard B. / Yamaha R6
Bianca L. / Yamaha R6
Meine Wenigkeit, Andreas L. / Kawasaki ZX10R

Dienstag 07.07. einer der heißesten Tage im Jahr. 39 Grad, perfekter Tag für ein Langstreckenrennen. „Scherz“ Ich habe noch nie in meinen Leben beim Motorradfahren so einen Dampf in der Kombi gehabt. Gefühlte 80 Grad unterm Leder, fast schon wie in einer Sauna. Einer meiner besten Ideen im Vorfeld war einen kleinen Pool fürs Fahrerlager zu kaufen.

Irgendwie war das nicht so unser Wochenende. Ziel: TOP 10 in der Profi 699+ Klasse haben wir leider verfehlt. Mein Sturz am Vortag und leider zwei Ausfälle am Renntag haben uns eine Top Platzierung gekostet. Helmuth ist im dritten Turn in der Vierer Kurve gerade aus in‘s Kies. (Helmuth unverletzt, Motorrad minimale Kratzer) Ingo der vorzeitig raus musste hat es leider schlimmer erwischt, dritter Turn zweite Runde, Letzte Kurve vor Start/Ziel (sehr schnell) über das Vorderrad abgeflogen. (Ingo leicht verletzt, Motorrad stark beschädigt) Zeitverlust von über 24. Minuten. Trotz den zwei Stürzen haben wir den 25. Platz von 30 in unserer Klasse erreicht. Zwei komplett zerstörte Motorräder, angekratztes Ego und der Kontostand im roten Sollbereich, aber Gott sei Dank alles ohne Medical-Center.

Eines der Highlights war das uns der ORF am Renntag mit einen Kamerateam begleitet hat. Bei diesen Temperaturen und der extremen Anstrengung war es gar nicht so einfach einen geraden sinnvollen Satz herauszubringen. Ich hoffe der Redakteur hatte Gnade mit mir. Am 26.07.2015 geht es um 22:30 im ORF Sport+ auf Sendung. Schlimmer als mein Herzblatt Auftritt von 1999 kann es ja nicht werde. 🙂 Im Fall das wer am Sonntag unterwegs ist. Wiederholungen: Mo. 27.07. 10:30 – Di. 28.07. 01:30 & 13:30 – Mi. 29.07. 04:30

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Alle Fotos vom 123 Runden Rennen und knappe weitere 6000 Fotos hat Oliver Feistmantl geschossen. Für seinen ersten Motorrad Sport Event unter diesen extremen Bedingungen eine beachtliche Leistung.

Vielen Dank an meine Team Kollegen. (Helmuth, Ingo, Bernhard & Bianca) Einen großen Dank an alle Helfer. (Mario, Erwin, Doris, Suzanne, Natalie) Fam. Eichhorn & Max super das ihr am heißesten Tag des Jahres extra zum anfeuern vorbei gekommen seid. Last but not least, einen großen Dank an meine Familie. Mein kleiner Held Matteo, Noch keine 3 Jahre und überall mit dabei. Meine kleine- große liebe Lana unsere schnellste Nachrichten Überbringerin im Fahrerlager, Funkgeräte sind da überflüssig. Und meiner Frau Daniela, die bei den ganzen Motorradrennen mitfiebert und es mir noch nicht verboten hat.

Großartig war es – 2016 sind wir sicher wieder am Start – Viel Spaß am Video schauen.

(Leider wenig verschiedene Videoeinstellungen. Zwei Speicherkarten defekt und von einer Nikon 1 hat es den Akku zerlegt.)

Das 123 Runden Rennen von Stardesign-Racing

Letztes Jahr war ich als Gastfahrer dabei. Heuer 2015 habe ich mein eigenes Team am Start. 4 Männer, eine Mission – 123 Runden so schnell wie möglich zu bewältigen und das auch noch wenn möglichst sturzfrei.

07.07.2015 // Start: 12:30

Team L.A. 76
Helmuth 48 Jahre / Kawasaki ZX6R / Zeit am Pann: 02:17.43
Ingo 41 Jahre / Honda CBR600rr / Zeit am Pann: 02:12.55
Bernhard 30 Jahre / Yamaha R6 / Zeit am Pann: 02:12.01
Und meine Wenigkeit 39 Jahre / Kawasaki ZX10R / Zeit am Pann: 02:09.88

Zusammen haben wir einen Altersdurchschnitt von 39,5 Jahren. Das perfekte Alter um es noch einmal krachen zu lassen. Aber auch schon clever genug um es sicher heim zu fahren. Auf meiner FB Seite (https://www.facebook.com/LA76moto) werde ich euch am 6. & 7. live berichten wie wir uns schlagen.

Infos von Stardesign-Racing // Zusammenfassender Überblick:
Das 123-Runden Rennen ist ein Langstrecken-Team Bewerb das als Clubrennen ausgetragen wird. Ein Team mit wahlweise bis zu 5 Fahrern soll in möglichst kurzer Zeit 123 Runden mit maximal einem Motorrad pro Fahrer (daher max. 5 Motorräder) zurücklegen. Es bleibt dem Team überlassen welcher Fahrer mit welchem Motorrad seines Teams wie viele Runden fährt. Gefahren wird in 5 Klassen. Zum einen in einer Sternchenklasse (nicht ganz so schnelle Fahrer) und einer Profiklasse (Raser) die wiederum in über und unter 699 ccm gewertet werden aber gemeinsam starten. Ab 2014 gibt es eine zusätzliche „Lizenz“ Klasse die allerdings als offene Klasse gewertet wird und in welcher alle jene Teams starten, welche Fahrer in ihren Reihen haben die über eine gültige Motorsport Lizenz verfügen, oder am Pannoniaring im vergangenen Jahr bereits eine Rundenzeit von unter 2:00.00 gefahren sind. Als Preise winken Pokale für die Fahrer der erst 3 jeder Wertung. (= bis zu 75 Pokale). Damit wollen wir verhindern, dass echte Profis den Semi-Profis bei diesem für Hobbysportler gedachten Event die Show stehlen. Teams die davon betroffen sind melden sich bitte bei uns um sie in die richtige Klasse einzutragen. Wenn eine solche Meldung bis zum Start des Rennes unterbleibt und das Team wissentlich in der falschen Gruppe fährt, so wird das Team disqualifiziert.

Zielgruppe:
Mittlere und schnelle Hobbyrennfahrer.
Austragungsort, und Tag:
Pannoniaring, Dienstag 07.07.2015, Rechtskurs (=Standartrichtung)

Es gibt 5 Rennklassen welche gemeinsam starten aber getrennt gewertet werden.

Klasse Sternchen -699:
Keiner der Fahrer im genannten Team darf im Qualifying schneller als 2.16.00 bzw. im Rennen schneller als 2:12.00 fahren. Schon ein einmaliges unterschreiten dieser Zeiten hat zur Folge, dass das Team aus der Sternchen Wertung in die Profi Wertung übernommen wird. Diese Klasse wird mit Motorräder, 4-Zylinder bis 699 ccm, 2-Zylinder bis 749 ccm gefahren. Keines der Motorräder darf dieses Limit überschreiten ansonsten das Team disqualifiziert wird. Eigene Zeitnehmungen direkt am Motorrad (z.B,: AIM) sind in dieser Klasse verboten. Wird auch nur ein Fahrer des Teams mit einer Zeitanzeige am Motorrad angetroffen, wird das Team in die Profiklasse versetzt und dort gewertet.

Klasse Sternchen +699:
Keiner der Fahrer im genannten Team darf im Qualifying schneller als 2.16.00 bzw. im Rennen schneller als 2:12.00 fahren. Schon ein einmaliges unterschreiten dieser Zeiten hat zur Folge, dass das Team aus der Sternchen Wertung in die Profi Wertung übernommen wird. Diese Klasse kann mit Motorrädern jeder Kubatour gefahren werden. Eigene Zeitnehmungen direkt am Motorrad (z.B,: AIM) sind in dieser Klasse verboten. Wird auch nur ein Fahrer des Teams mit einer Zeitanzeige am Motorrad angetroffen, wird das Team in die Profiklasse versetzt und dort gewertet.

Klasse Profi -699:
Diese Klasse wird mit Motorräder, 4-Zylinder bis 699 ccm, 2-Zylinder bis 749 ccm gefahren. Keines der Motorräder darf dieses Limit überschreiten ansonsten das Team disqualifiziert wird. Keiner der Fahrer darf über eine gültige Motorsport Lizenz verfügen oder im vergangenen Jahr am Pannoniaring eine Zeit von unter 2:00:00 gefahren sein.

Klasse Profi +699:
Diese Klasse kann mit Motorrädern jeder Kubartour gefahren werden. Keiner der Fahrer darf über eine gültige Motorsport Lizenz verfügen oder im vergangenen Jahr am Pannoniaring eine Zeit von unter 2:00:00 gefahren sein.

Klasse Lizenz Open:
Diese Klasse kann mit Motorrädern jeder Kubartour gefahren werden. Mindestens einer der Fahrer muss über eine gültige Motorsport Lizenz verfügen oder im vergangenen Jahr am Pannoniaring eine Zeit von unter 2:00:00 gefahren sein.

Auszüge aus der Fahrerbesprechung!
Die Startaufstellung erfolgt wie bei normalen Rennen lt. Qualifying nach Vorbild der Moto-GP (Grid Girls…) Der Start erfolgt fliegend hinter dem Safety Car das die Aufwärmrunde anführt (Details in der Fahrerbesprechung). Die Anzahl der Fahrerwechsel liegt im eigenen ermessen. Die Fahrerwechsel werden in der Boxenstraße an den dafür vorgesehenen Stellen durchgeführt Das Rennen wird bei jeder Witterung durchgeführt! Bei einsetzendem Regen wird nicht sofort abgebrochen (eventuell Safety-Car). Sobald ein Team die volle Distanz von 123 Runden gefahren ist, ist das Rennen auch für alle anderen Teams beendet. Die Wertungen ergeben sich aus dem Zieleinlauf der einzelnen Klassen. Bei eintreten besonderer Umstände kann das Rennen vom Veranstalter gekürzt oder abgebrochen werden wobei dann der letzte Vollständige Durchlauf der Fahrer gewertet wird. Vor dem Qualifyings werden Stichprobenartig technische Abnahmen der am Rennen beteiligten Motorräder durchgeführt. Für den einwandfreien technischen Zustand des Motorrades ist aber jeder Fahrer selbst uneingeschränkt verantwortlich.

 

Video vom 15. & 16.06.2015 Pannonia-Ring

Es war wie immer bei Stardesign ein Traum. Zwei super tolle Tage. Aber seht euch einfach das Video an.
Dieses mal waren wir zu elft mit 6 Rennzelte und einen Transporter mit Markise.

Mario (Don Luigi) Handa CBR 900 rr
Helmuth the HULK Kawasaki ZX6R
Andy the Anderl Suzuki 600 GsxR
Bernhard Yamaha R6
Christoph Aprilia RSV Tuono
Vikerl Honda CBR 600 rr
Reini Kawasaki ZX6R
Marco Yamaha R1
Oliver Suzuki 750 GsxR
Florian Suzuki 600 GsxR
L.A. 76 Kawasaki ZX10R

Die magische Grenze ist gefallen. Pannonia-Ring 02:09.88

Neues Bike neues Glück die magische Grenze von 02:10 ist geknackt. Im Video sieht es etwas langweilig aus aber es war meine Bestzeit.

16.06.2015
Veranstalter: Stardesign-Racing
Motorrad: Kawasaki ZX10R
Reifen: Metzeler Racetec K2

Eine schöne Runde am Pannonia-Ring Zeit: 02:19.021

Es ist sicherlich nicht die schnellste, aber wie ich persönlich finde eine schöne Runde am Pannonia – Ring. Ach ja und ein kleiner Meilenstein für mich. Endlich seit langem wieder einmal unter 02:20 🙂

21.04.2015
Veranstalter: Stardesign-Racing
Motorrad: Kawasaki ZX6R Bj 2001
Reifen: Metzeler Racetec K2

Pannonia-Ring Sep. 2014

Nach dem 123 Runden Rennen hat mich das Rennfieber wieder gepackt und habe folgenden Plan geschmiedet. Ein mal im Monat 2 Tage am Pannonia Ring zu fahren und langsam aber sicher schneller zu werden. Ziel für 2015: Einmal mit einem Pokal heimfahren. (3. Platz reicht schon) Sicher ist bei mir immer so eine Sache! Sag nur erster Tag zweiter Turn „Highsider“ Meine alte/neue Kawa Schrott. Habe ich schon mal erwähnt, dass man(n) mit 35+ bei einen Handstand- Überschlag mit ca.120km/h keine erwähnenswerte Haltungsnote bekommt. Leider gibt es kein Video oder Fotos vom Abflug.

Dank Mario und dem Pannonia Ring Mechaniker die die 6-er Ninja wieder zusammen geflickt haben. Versuchte ich noch einen Turn am Nachmittag, trotz Schmerzen und desolaten Bike war die Runden Zeit gar nicht einmal so schlecht. (02:29) Da man mit dieser Zeit kein Häferl gewinnen kann nütze ich die Zeit zur Regeneration und sah beim Rennen nur zu. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Tag zwei! So einen großen Bluterguss am Oberarm hatte ich in mein Leben noch nie, na bumm das wird was. Aber wie schon mein Freund Max immer sagt:“Nur die Harten kommen in den Garten“ Tapeverband vom Rettungsdienst geholt, Daumen, Fuß und Schulter von Mario tapen lassen und rein in die Wäsche. Voll motiviert schaffte ich aber nur den 33. Startplatz. Irgendwas bremste mich um schneller zu werden? Vielleicht aber nur mein Unterbewusstsein. Schmeißt es mich noch einmal, dann hilft mir kein Tapeverband und Voltaren mehr. Aber egal dachte ich mir, das Rennen schaue ich mir heute sicher nicht von der Tribüne an. Start Top, erste Kurve Flop (verschalten, verbremst) aber dann sehr souverän die 5 Runden nach Hause gefahren. Podium Platz ist es keiner geworden aber ehrlich gesagt freute ich mich auch über den 11. Platz.

Fazit: Der alte Körper haltet mehr aus als gedacht, Oktober Termin gestrichen, in der Winterpause wird/muss das Bike neu aufgebaut werden. Ach ja und das schmerzt wirklich, mein Dainese- Einteiler (fast neu) ist ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Wie immer gibt es auch ein Video. Viel Spaß, Gruß La

123 Runden Rennen von Stardesign am Pannonia-Ring

Im Laufe des Lebens lernt man immer neue Leute kennen. (Nanonana ist halt so) Auf witziger Weise ist Ingo auf einmal da gewesen. (Kurzfassung: Auf dem Webportal willhaben.at was verkauft. Meine Motorräder in der Garage gesehen. Telefonnummern über meine Frau ausgetauscht. 19 mal telefoniert, einmal zum Motorradfahren getroffen. 5 Wochen später 123 Runden-Rennen.)
Also auf ins Abenteuer, fünf Männer ein Team, (bis auf Ingo alles Fremde) mit einer 18 Jahre alten Yamaha Thundercat und in einer körperlichen Verfassung das Schach eigentlich die richtige Sportart für mich wäre. (Ingo ist bei der Berufsrettung, der wird schon die richtigen Kontakte haben, dass ich im Fall der Fälle gut versorgt werde.) Dafür aber technisch super vorbereitet. (habe mir neue Slicks gekauft und das Fahrwerk der Alten Dame auf hart gestellt.) geht’s mit der ganzen Familie Richtung Sarvar- Pannonia-Ring. Frau und Kinder machen Badeurlaub. Papa fährt mit Gleichgesinnten ein Langstreckenrennen.

2012 hatte ich mir ja den den Kies am Pannonia-Ring genauer angesehen (die Story dazu: Lowsider Crash am Pannonia-Ring) und ein Monat im Rollstuhl verbrachte, habe ich den Vortag zu Trainings-Zwecken dazu gebucht. Bewundere an dieser Stelle jeden Sportler (Ski, Auto, Motorrad oder was auch immer), der einen Unfall hatte und gleich wieder Bestzeiten herausfahren kann. Die ersten Turns waren dementsprechend eine Herausforderung. Das ich nicht gleicht am ersten Tag in eine große Depression verfalle habe ich den Transponder vorsichtshalber im Auto gelassen. Das Niveau der Hobby Racer hat sich in den letzten Jahren extrem gesteigert. Die Konkurrenz in der B Gruppe hat mich im wahrsten Sinne des Wortes „verblasen“ ich hatte keine Chance. Das einzige was da hilft, dem restlichen Team irgendwie mit Witz zu erklären, dass wir das ja eh nur zum Spaß machen und der letzte Platz ja auch eine super Leistung wäre.
Am Nachmittag habe ich ja noch zwei Turns vielleicht geht da was. Ich finde wieder mein Selbstvertrauen zwischen Kurve 8 und 12 zurück. Trotz Hitze 36°C Grad und leichten Ermüdungserscheinungen wurde der Nachmittag immer besser. Auch meine Runden Zeiten wurden fast schon vorzeigbar.

Renntag: Die restlichen Teamkollegen reisten in der Nacht an. Das Berufsrettungsteam war somit vollständig. Ingo (Honda CBR600) Helmuth (Yamaha R1) Michi & Patrick (beide auf einer Suzuki GSX-R 750) und meine Wenigkeit auf meiner alten Yamaha YZF600R Thundercat. Am Vormittag waren zwei Trainingsläufe angesagt und danach Qualifying. Da Ingo, Helmuth und ich schon am Vortag gefahren sind, haben wir unserer Trainingsläufe Michi und Patric überlassen und uns aufs Qualifying vorbereitet. Mein Gedanke die zwei holen die Bestzeit und ich drehe 3 gemütliche Runden zum Aufwärmen. Aus irgendeinem Grund holte ausgerechnet ich die Bestzeit für unser Team. Startplatz 50 von 50, nicht gerade eine Glanzleistung aber im Nachhinein gar nicht einmal so schlimm. In der Mittagspause beschlossen wir, dass Ingo den Start fährt, Helmuth als zweiter danach ich und dann Michi und Patrick als Vierter und Fünfter. Eine halbe Stunde vor Start merkte man deutlich wie im ganzen Fahrerlager auf einmal die Stimmung von wir sind hier um Spaß zu haben auf Adrenalin und männlicher Ehrgeiz gefolgt von hektischen Treiben kippte. „Mann“ fühlt sich wie ein Teil vom Ganzen. Motorrennsport live und nicht als Zuschauer. Mitten drinnen als nur auf der Tribüne. Gedämpft nur durch dunkle Wolken und der Wettervorhersage, dass uns eventuell ein Ausläufer des Gewitter erwischen könnte. Vollprofis wie wir sind, sind Regenreifen für uns ein Fremdwort, denn unser Serviceteam besteht aus Freunden und Familie, sowie einer Werkzeugkiste, dennoch entschlossen wir uns die Strategie zu ändern. Egal was komme wir bleiben draußen und fahren das Ding ohne Risiko und ganz wichtig, ohne Unfall bis zum Schluss.

Start versemmelt und Ingo`s Maschine streikt, dass er nur durch anlaufen sie wieder in Gang brachte, hätten wir einen guten Startplatz, hätten wir uns geärgert. Nach der zweiten Runde traf uns das Gewitter dann doch mit voller Wucht.

Saftycar: Alle Profiteams und Möchtegern Rossis wechselten auf Regenreifen. 10-15 übermotivierte schossen sich selber ins Aus und siehe da wir waren in den Top 20. In unserer Sternchengruppe + (Amateur Klasse über 699cc) waren wir sogar für kurze Zeit auf Platz zwei. Ab Runde 15 wurde das Wetter auch wieder besser und so ab der 30-sten auch wieder trocken. Jetzt trennte sich die Streu vom Weizen. Da wir unfallfrei und ohne großer Unterbrechung auf der Strecke blieben habe wir ein paar Runden rausfahren können.
Es wurde der undankbare aber ausgezeichnete 4 Platz in der Sternchengruppe. Fürs erste Langstreckenrennen eine super Leistung. Großes Lob auch an Stardesign für die tolle Veranstaltung. Als schneller Straßenpilot und langsamer Ringamateur ist das Niveau schon sehr anständig. Mit einer Zeit von 2:10 Minuten kommt man halt nicht mehr auf`s Stockerl.
Wegen dem Chaos beim Start und Regen haben wir wenig Videomaterial. Aber urteilt selbst.

Ach ja und das Rennfieber hat mich auch wieder gepackt. Nächstes Jahr werde ich mich mal öfters auf einer Rennstrecke blicken lassen und zu 99% wieder am 123 Runden rennen teilnehmen. THANKS Ingo und dem Rest des Teams für die großartige Erfahrung.