Tag Archives: Racing

Dainese Full Metal Racer

Alles neu… Von vier paar Handschuhe hat nur eines 2014 überlebt. Beste Zeit um endlich einmal komplett vom gleichen Ausstatter eingekleidet zu sein. Ich habe es bis jetzt noch nie geschafft, Lederkombi, Stiefel und Handschuhe von der selben Marke zu besitzen. Meine Laguna Seca hängt ja schon im Kasten. Jetzt brauch ich nur mehr Handschuhe und Stiefel.

Manchmal ist mein Geschmack ein Fluch. Ich habe immer den Griff zum teuersten. Mit einem Preis von 259,-€ bis zu 299,-€ (Internet / Shop) gehört der Full Metal Racer von Dainese zu den teuersten Handschuhen am Markt. Für das Geld bekommt man einen Handschuh mit schon perfekter Verarbeitung, der sich dabei extrem leicht und auch sehr fein anfühlt. Ich bin sicher kein Lederexperte, aber mit diesem Handschuh können viele Känguru Leder Handschuhe nicht mithalten. Auch optisch ist der Race Handschuh einfach ein Traum. Es gibt die Full Metal Racer in den Farben Grau/Weiß, Rot/Weiß, Schwarz, Weiß. Wie auch schon bei der Lederkombi, die italienischen Motorradbekleidung’s Hersteller schneidern extrem klein. Wenn man normal Large hat verträgt man bei Dainese locker ein XL.

Ein bisschen Farbe braucht man im Leben. Ich habe mich für Rot/Weiß entschieden und hoffe stark das Weiß am Ende der Saison nicht zu bereuen. Unser Freund Mad Max von Europeanbikers meinte nur „echt Porno“, Christian verglich meine neuen edel Handschuhe mit irgendwelchen roten Cowboystiefeln der TV Serie How I Met Your Mother. Auch wenn ich sie nicht SchwuPoKi geprüft habe lieber Christian, finde ich, dass die Handschuhe in Rot/Weißen richtig fetzen.

Den ersten Test haben sie auch bestens bestanden. Sechs Stunden SuperMoto Drift Training ohne Blasen oder Schwielen. Griffgefühlt und Feinmotorik sehr gut. Die Handschuhstulpen könnten vielleicht etwas länger sein, aber ich glaube man gewöhnt sich sehr schnell daran. Sonst habe ich bis jetzt nichts (bis auf den Preis) negatives feststellen können.

Ride Safe La

Dainese Full M Racer

  • Preis: 259,- bis 299,- Euro
  • Größen: XS bis XXL
  • Farben: Grau/Weiß, Rot/Weiß, Schwarz, Weiß
  • Obermaterial: Rindleder

DaineseFullMRacerZeichnung

  • Oberhand mit Kevlargewebe verstärkt
  • Knöchel-, Fingerpartie und Handrücken mit Carbon- Schalenschutz
  • Knöchelpartie zusätzlich mit Titaneinsätzen
  • Handballen und kleiner Finger mit Ziegenleder verstärkt
  • Klettverschluss zur Weiteneinstellung am Handgelenk und Stulpen
  • Paargewicht: 250g
Alles neu... Von vier paar Handschuhe hat nur eines 2014 überlebt. Beste Zeit um endlich einmal komplett vom gleichen Ausstatter eingekleidet zu sein. Ich habe es bis jetzt noch nie geschafft, Lederkombi, Stiefel und Handschuhe von der selben Marke zu besitzen. Meine Laguna Seca hängt ja schon im Kasten. Jetzt…
Meine Bewertung

L.A.76 goes Racing

2015 wird ein aufregendes Jahr! Ich habe entschlossen mich mehr aufs Rennen und Ring- fahren zu konzentrieren. Ein paar Amateurrennen, ein Langstreckenrennen und wenn es sich ausgeht noch zwei Bergrennen. Ein Rossi oder Guy Martin werde ich in meinem Alter sicher nicht mehr! Aber unter dem Motto. „Die besten (Rookie) Racer sind die, die den meisten Spaß haben“, freue ich mich schon auf die 2015er Saison.

Seit kurzen hat die La-Ce Community eine neue Facebook Seite (https://www.facebook.com/LA76moto ) und einen dazu passenden YouTube Kanal. ( https://www.youtube.com/channel/UC2ZDYRs5akHYh02R-PsZuog ) Wo es rein ums Rennen- Ring- fahren, meine alte 6er Ninja Kawa und mich geht. Schau einfach rein und mach dir selber ein Bild davon.

Ride Safe & Have Fun L.A. #76

Aprilia Tuono Racing

Wenn Ihnen zufällig ein Mann in Motorradkleidung begegnet, der mit erhobenen Ellenbogen, so, als hätte er Rasierklingen unter den Achseln, über die Straße schreitet, dann muss es sich nicht unbedingt um einen mit Anabolika vollgepumpten Bodybuilder handeln. Es könnte, vor allem, wenn er breit grinst, durchaus ein Aprilia-Tuono-Fahrer sein, der gerade sein Bike abgestellt und die Arme noch nicht wieder in ihre natürliche Position gebracht hat. Aber keine Sorge, bleibende Haltungsschäden sind beim Genuss der RSV mille Tuono nicht zu befürchten. Eher schon Rückfälle von vernünftigem Erwachsenenverhalten in halbstarkes Imponiergehabe. Kleine Ursache, große Wirkung, denn eigentlich ist die Tuono ja lediglich eine gestrippte Mille mit einem breiten und höheren Lenker. Doch die aufrechte Sitzposition, die weit auseinander liegenden Lenkerenden und die hohen Fußrasten verursachen beim Fahrer in Verbindung mit dem kräftigen Bollern des 1000er-V2 offenbar eine Ausschüttung von Glücks- und anderen Hormonen. Immer wieder ertappt man sich, wie man an der Ampel stehend mit dem Gasgriff spielt, dem herrlichen Sound der Zwei-in-eins-Anlage lauscht und sich von den kräftigen Vibrationen massieren lässt. Kaum springt das Signal auf Grün, beginnt unweigerlich eine Beschleunigungsorgie, die selbstverständlich bei der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit endet. Meist reicht schon dieses kurze Stück aus, um die Front der 215 Kilogramm leichten Tuono in luftige Höhen zu strecken. Und das, obwohl die Sitzbank zum Tank hin etwas abfällt, um mehr Gewicht nach vorn zu bekommen, und die Gabelfedern nur um drei Ringe vorgespannt sind, damit das Vorderrad mit viel Negativfederweg möglichst lange auf dem Asphalt führen kann. Solche Späßchen machen Laune, ihre wirklichen Qualitäten zeigt die Tuono aber erst auf kurvigen Landstraßen. Messerscharf und präzise lenkt sie mit einer Leichtigkeit in Kurven ein, wie man sie sonst nur von einer 125er vermuten würde. Bestätigt wird dieses Gefühl durch die guten Zeiten im schnellen Top-Test-Slalom. Dass die Tuono im langsamen Pylonen-Parcours nicht auf bessere Zeiten kommt, ist dem 190er-Hinterreifen zuzuschreiben, der das Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten negativ beeinflusst und auch für ein Aufstellmoment beim Überfahren von Bodenwellen verantwortlich ist.Das komplett einstellbare Fahrwerk, das bis auf die Federvorspannung an der Gabel mit den gleichen Einstellwerten wie an der Mille am besten funktioniert, begeistert trotz einer komfortablen Auslegung mit eindeutigem Feedback. Auf sehr holprigen Straßen wäre jedoch beim Federbein etwas mehr Druckstufe wünschenswert. Obwohl die Metzeler Sportec M-1 reichlich Haftung bieten, schaffen sie es nicht, die Tuono in Verlegenheit zu bringen. Die Schräglagenfreiheit ist beinahe grenzenlos. Spätestens beim Dreh am Gasgriff merkt man allerdings wieder, dass im Brückenrahmen ein 998 Kubikzentimeter großer V2 werkelt, dem es untenrum trotz zweier Ausgleichswellen an Laufkultur fehlt und der gleich wie die Mille (17 zu 42), also zu lang, übersetzt ist. Keine glück-liche Konfiguration. In engen Ecken fällt die Drehzahl unter 3000 Umdrehungen, was die Aprilia mit leichtem Kettenschlagen quittiert und beim Rausbeschleunigen aufgrund geringer Schwungmassen mit einem unrunden Motorlauf. Ist diese Marke erst einmal überschritten, zieht der Zweizylinder sauber hoch; sein Leistungsloch bei 5000 Umdrehungen kann er dennoch nicht verheimlichen. Über 6000/min gibt es dann endgültig kein Halten mehr, zeigt sich der Vorteil der geringen Schwungmassen. Die Drehfreude scheint kein Ende zu nehmen. Nach guten drei Sekunden ist die 100er-Marke erreicht, nach knapp zehn Sekunden sogar die 200er-Marke, und wer nicht genug bekommen kann, der wird die Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h auskosten. Fast zu viel für einen Streetfighter, der, obwohl er über einen Lenkungsdämpfer verfügt, leichte Pendelneigung bei hohem Tempo nicht verleugnen kann. Das liegt aber eher an der Windfang-Sitzposition des Piloten denn am Fahrwerk. Schnell werden die Gänge in dem leicht zu schaltenden und präzisen Getriebe gewechselt, um dem Drehzahlbegrenzer, vor dem ein einstellbarer Schaltblitz warnt, bei gut 10000 Umdrehungen zu entgehen. Apropos Schaltblitz. Das Cockpit lässt keine Ausstattungswünsche offen. Vom Laptimer, der bei der Tuono ziemlich überflüssig erscheint, bis hin zur gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeit findet sich alles irgendwie Darstellbare. Vorausgesetzt, man hat sich vorher ausgiebig mit der telefonbuchstarken Bedienungsanleitung auseinandergesetzt und weiß die fünf Knöpfe der Instrumenteneinheit in der richtigen Kombination zu bedienen. Die reine Freude auf der Tuono ist nicht nur der Auf-, sondern auch der Abbau von Bewegungsenergie. Zum einen sorgt die pneumatisch geregelte Anti-Hopping-Kupplung für sorgenfreies Herunterschalten ohne Stempeln oder plötzliches Blockieren des Hinterrads, zum anderen verzögert die Brembo-Bremsanlage mit ihren vier Kolben brachial und gut dosierbar. Das aufsteigende Hinterrad setzt der Verzögerung zwar Grenzen. Trotzdem steht am Ende ein beachtlicher Wert von 10,1 m/s2 im Datenblatt. Dort wird jedoch auch ein Spritkonsum von fünfeinhalb Litern bei gemächlicher Landstraßenfahrt notiert. Den Verbrauch der Tuono dürfte Aprilia ruhig noch etwas senken. Immerhin haben die Italiener erfreulicherweise den Preis drastisch reduziert. Anstatt gut 12000 Euro sind seit diesem Jahr für alle Tuonos, egal, ob 2003er- oder 2004er-Modell, noch 10799 Euro inklusive Nebenkosten fällig, für die Edelversion Tuono 1000 R Factory (bisher Tuono Racing; nun ohne Racing-Kit) 14599 Euro. Technisch ändert sich am 2004er-Basismodell, das nun auf den Namen Tuono 1000 R hört, nichts. Es ist in den Farben Silber, Rot und Schwarz mit durchweg rot lackierten Rädern zu haben. Ein fairer Preis für eine komplette Ausstattung inklusive U-Kat, jede Menge Fahrspaß und nicht zu vergessen, die Möglichkeit, sich noch einmal wie ein Jugendlicher zu fühlen.
Text: www.motorradonline.de

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