Tag Archives: Route des Grandes Alpes

Das war unser Sommer 2013

Mit leichter Verspätung hat unser Sommer Video den La-Ce YouTube Kanal gefunden.
Es war ein fantastischer Sommer 2013, er hat zwar bescheiden (beschissen) angefangen, Schnee bis April und Dauerregen im Mai.

Andreas hat sich nach dem Verkauf seiner Triumph im Frühling eine Aprilia RSV Tuono R Factory zugelegt und geniesst das Biken seit dem umso mehr.

Die ersten Ausfahrten schmerzten trotz Thermounterwäsche an den empfindlichsten Stellen. Aber echte Motorrad – Männer kaufen sich heimlich einen Blasentee und schwingen sich am nächsten Tag wieder aufn Bock.

Christian hat es endlich geschafft seine Route de Grandes Alps abzureiten. Gaudehalber hat er noch die zehn höchsten Alpenpässe mit eingebaut. Den Großglockner haben wir bei herrlichen Wetter gemeinsam bestritten.

Mit unseren La-Ce on Tour haben wir coole Jungs kennen gelernt, viel Geld vernichtet und eine schöne Gsx-R den Motorrad Göttern geopfert. „A Gaude kost a Göd“

Thanks to all riders:

  • Mad Max // KTM SuperDuke & Aprilia V4R Tuono APRC
  • Motzl // Yamaha XT660X
  • Alex // Suzuki GSX-R 1000
  • DonLuigi // Kawasaki Z 750
  • Alexander G. // Kawasaki Z 750
  • Christoph // Honda Hornet 600
  • M&M Brothers: Mikac // Yamaha R6 & Markoni // Honda CBR 600RR HRC Edition
  • Alexander B. // Yamaha
  • Sejko // BlackPearl Yamaha R1
  • La- // Aprilia RSV Tuono Racing
  • -Ce // BMW F800GS

Zusammenfassung meiner Route des Grandes Alpes Tour

Da ich von vielen gefragt wurde, wo genau bist Du gefahren, wie viele KM hast Du tasächlich abgespult, usw.

Also hier als die Zusammenfassung der ganzen Tour.

Die Tourdaten:

Reiselänge:4.144 km
Reine Fahrzeit:99:59 Stunden
Reine Pausenzeit:5:23 Stunden
Reisedauer:14 Tage
ink. 2 1/2 Tage Badeurlaub
max. Höhe:2.828 m
Ötztaler Glescherstraße
Überwundene Höhe:178.379 m
89.421m bergauf
89.534m bergab

Mein Tourvideo:

 

Alle 10 Pässe auf einem Foto:

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Mein Tour zum downloaden:

 

Mein gefahrene Tour zur Ansicht:

RdGA Tag 13 – Spedenaktion in Mariazell

Wer meine anderen Beiträge zur Route des Grandes Alpes gelesen hat, weiß das ich mächtiges Glück hatte, da ich DREI mal ganz knapp einem Unfall entgangen bin. Daher habe ich mir schon unterwegs geschworen, wenn ich das unbeschadet überstehe, dann spende ich 50.- Euro in Mariazell.

Gemeinsam wollte ich mit Andreas von Grado via einiger Pässe nach Mariazell fahren um mein Versprechen einzulösen, doch wie am Tag 12 zu lesen (Link) mussten oder besser gesagt, durften wir mit der Bahn nach Hause fahren, daher musste ich meine Spendenaktion in Mariazell verschieben.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so machten wir uns 2 Wochen nach meiner eigentlichen Route des Grandes Alpes Tour auf den Weg nach Mariazell. Und wie versprochen habe ich die 50.- Euro dem Messdiener in Mariazell gespendet.

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Somit kann ich heute meine Route des Grandes Alpes Tour als „vollständig abgeschlossen“ betrachten.

RdGA Tag 12 – Grado – nach Hause

Beeb! Beeb! – Eine Nachricht auf WhatsApp von Andi mitten in der Nacht. Nun ja, ich hab ja eh auch gerade mit den iPhone gespielt, kann nicht schlafen, offenbar zu aufgeregt und aufgedreht, morgen gehts wieder ein Stückerl (510km) mit dem Bike nach Hause.

„Morgen regnets!“ steht da und der Wetterbericht auf allen einschlägigen Wetterwebseiten bestätigen leider seine Aussage, also schnell nachgeschaut, wann denn der ÖBB Autoreisezug von Villach nach Wien startet. 12:10 müssen wir in Villach sein, also Abfahrt spätestens um 10:00Uhr!

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Leider habe ich noch kein neues wasserdichtes GoPro Gehäuse gehabt, denn was jetzt kommt, muss mann gesehen haben: Bis nach Udine hatten wir noch die Sonne im Rücken und ich hoffte noch das Beste, doch dann begann der leichte Regen, der sehr schnell fester und immer mehr wurde.

Ich geb’s zu ich höre ab und an Musik (nur auf einem Ohr!!) aber an diesem Tag, gab ich mir die volle Dröhnung auf beiden Ohren, der Bass war kaum zu hören, nur das permanente Klopfen der Regentropfen, die versuchten das Visier zu durchdringen. Auch das PinLock gab irgendwann nach oder gar auf und so lief das erste Mal seit dem ich diesen Schuberth S1 Pro Helm habe mein Visier an, also gaaannnz Vorsichtig unten das Visier öffnen, FLUSCH und eine Flutwelle schoß mir entgegen. Alle Schotten umgehend wieder schliessen! Weiter gehts mit 120km/h auf der Autobahn Villach, zum Glück gibts auf dieser Strecke ein Haufen Tunnels.

Lediglich bei den beiden Maut Stationen der italienischen Autostrada stoppten wir, aber ansonsten gehörte die Autobahn uns, keiner überholte uns, nur wir sie. Und tasächlich auf die Minute, waren wir in Villach und wir stürmten den Bahnhof. Doch dann die Hiobsbotschaft es gibt keinen Platz mehr für unsere 2 Bikes. „Scheisse, weitere 400km bei dem Wetter“ dachte ich nur.
Aber die Dame am ÖBB Schalter meinte noch: „Schauts zur Verladestelle, ev. habt’s a Glück“. Wir bettelten den Verlader an und nach wenigen Minuten dann die Erlösung, wir kommen mit. Schnell unsere beiden Begleitfahrzeuge, also unsere Frauen angerufen, die ja ebenfalls die Strecke mit dem Auto nach Hause fahren und Sie gebeten uns noch schnell trockene Sachen zum Bahnhof zu bringen.

3:56 Minuten eine erholte Fahrt von Villach nach Wien, ohne Hose, nur mit Badetuch über die Hüften, so sind wir am 4er Sitz gesessen und keiner wollte sich zu uns setzten. Wieso eigentlich?

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In Wien angekommen, plaudern wir noch mit den anderen Bikern am Verladebahnhof, danach nach eine gemütliche 20km Fahrt bei leichtem Regen nach Hause.

Eigentlich wollte ich wollte mit Andreas, schön über die Nockalmstraße, den Sölkpass, Hengstpass über Mariazell und „unseren“ Ochsattel nach Hause fahren und die Tour „würdig“ abschliessen. – Leider war auf unserem ersten emeinsamen Abschnitt, am Großglockner und in den Dolomiten zu viel Verkehr und beim zweiten Teil, unserer Heimreise zu viel Regen. Irgendwann sollten wir, nein müssen! wir das gemeinsam nachholen, ev. gleich mit meiner neuen Idee „die schönsten Schweizer Alpenpässe“.

Ich freu mich jetzt schon, und du Andi?

RdGA Tag 11 – Manjago – Grado

Rrrrrrr….. Was sich so liest wie ein Wecker, ist in Wirklichkeit der Betonmeißel der fleißigen Straßenarbeiter vor unserem Hotel was mich heute morgen aufweckt. Zum Glück hatte ich gestern nacht noch die Fensterläden geschloßen, sonst wäre ich schon um 7Uhr muter gewesen.

Andi war natürlich schon wach und der gestrige Tag vergssen, voll motiviert freute er sich auf einen weiteren sonnigen Motorradtag, wärend ich mich nochmals umdrehen wollte.

Nix da, aufstehen, Frühstücken. Das Frühstück war „piccolo“ wie gestern schon angekündigt, aber dennoch perfekt, Croissant und Cappuccino.

Gut gestärkt starten wir die kurze Ettape von Manjago nach Grado, wo wir uns heute mit unseren Frauen treffen werden und die nächsten 2 Tage zusammen genießen werden.

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Mit diesen Bildern aus der Altstadt in Grado verabschiede ich mich, bis Sonntag, da gibts eine tolle Abschlußtour nach Hause.

RdGA Tag 10 – Edelweißspitze – Manjago

Uhhhaaa! – wer hat denn unseren Vorhang nicht ordentlich zugezogen, denk ich mir „mitten in der Nacht“ denn die ersten Sonnenstrahlen wecken mich unsanft. „Guten Morgen“ ruft mir mein Zimmergenosse entgegen, der offenbar schon länger wach und online ist. „Bitte mach die Vorhänge zu und ich schlaf noch eine Runde“, sag ich nur kurz und verpasse diesmal die Sonnenaufgangsstimmung. (Die Fotos gibt’s hier auf Andreas seinem Beitrag zu diesem Tag: Verkehrs Chaos / ON-Tour Tag 4)

Eine Stunde später, ein weiterer Versuch „Kum, fahr ma!“. Leider aber habe ich keinen Bock da raus, da war es saukalt und mir steckte der Vorabend noch in den Knochen. (Rückblickend tat es mir leid, denn wir haben sicherlich das Beste verpasst, wegen mir.)

Gegen 9Uhr haben wir ich es dann geschafft aufzustehen und um 10Uhr abfahrtsbereit zu sein. – Mir steckten die KM der letzten Tage mehr als in den Knochen und da ich heute kein Pflicht- sonder nur Kürprogramm hatte, war ich wenig motiviert. Abgesehen von dem letzten Foto das mir noch fehlt, um sicherzustellen, dass ich die Top 10 Alpenpässe gesehen habe.

Gestartet sind wir von der Edelweißspitze talwärts in Richtung Norden. Schon bei der Hinunterfahrt haben wir gesehen, was für ein Verkehr uns gleich erwartet wenn wir wieder rauf fahren. Bei der Talfahrt wurde ich fast zwei Mal von entgegenkommenden Fahrzeugen, die eigentlich auf meiner Spur fuhren abgeschossen. – Wenn ich das unbeschadet überstehe, dann spende ich 50.- Euro in Mariazell. (hier folgt der Link zur Spendenaktion)

 

Um Punkt 11 Uhr waren wir am Hochtor und ich konnte nicht nur ein Foto von Andreas, sondern auch eines mit mir am Hochtor machen lassen.

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Somit hatte ich es geschafft, alle Top 10 Alpenpässe in 10 Tagen abzufahren 😉

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Wer schon die Maut für die Großglockner Hochalpenstrasse bezahlt hat, der fährt auch bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und macht ein oder zwei Fotos mit dem Großglockner, so auch wir, und das ganze bei Kaiserwetter!

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Nach der Verabschiedung des Kolonnenverkehrs am Großglockner, fuhren wir nach Lienz wo wir auch gleich beim SPAR uns das Mittagessen kauften. Noch immer nicht sehr motiviert, oder einfach noch Hundemüde von der Tour, versuchte ich etwas Zeit zu schinden und kaufte uns beiden noch ein Eis. (Anmerkung: Eis #1)

Beim ÖAMTC in Lienz richte der Freundliche Mechaniker irgendwas an Andreas sein Bike (Andi, was genau war das?), danach ging es nun aber ohne Verzögerung in Richtung Dolomiten. Offenbar war an diesem sonnigen Tag alles auf den Beinen bzw. in den Fahrzeugen und auch so, war es kein großer Fahrspaß in Richtung Cortina d’Ampezzo. – Später am Abend erfuhren wir, es war die letzte Urlaubswoche der Italiener.

Bei der Cristallogruppe haben wir noch ein paar Fotos für den La-Ce Jahreskalender 😉 geschossen.

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Die Strecke von Cortina d’Ampezzo nach Pieve di Cadore, war doch etwas mühsam und bei einem Italienischen Cappuccino rasteten wir in der Italienischen Sonne. Als ich dann noch Passanten mit einem Eis sah, gab es für mich kein halten und ich schlug wieder zu. (Anmerkung: Eis #2 – sehr gut!)

Nach der Stadtausfahrt änderte sich die Straße schlagartig und wir „düsten im Sauseschritt“ bis nach Maniago, also die Strecke war dann wirklich Bikerfreundlich. In Manjago haben wir eine nette Pension gefunden, der Besitzer hat das gleiche Motorrad wie Andreas. Italiener unter sich.

Nach dem Abendessen gab es, wen wunderst es Eis #3 – das Zweitbeste an diesem „National Ice Cream Day„.

RdGA Tag 9 – Bergün – Edelweißspitze

Mehr als erholt, hoffte ich das sich das Wetter gebessert hat und mir wie die Woche zuvor die Sonne ins Auge stechen wird, wenn ich die Vorhänge aufmachte. Leider aber war der Himmel noch immer Wolken behangen, wenigstens der Regen war weg. Aber ich freute mich auf tolle Pässe und meinen Freund Andreas heute auf der Edelweißspitze zu treffen.

Der Albulapass hat eine 4 von 5 Sternen Bewertung (Link), jedoch erlaube ich mir heute keine Wertung dessen, denn ich bin nur froh, daß ich überhaupt was sehe bzw. heil oben bei knappen 2°C angekommen bin.

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Offenbar bin ich einfach viel zu früh gestartet, denn auf der Ostseite des Passes, wurde es bereits sonniger und die Aussicht besser. Kurz vor dem Lago Bianco machte ich dieses nette Foto, daß schon fast Postkartenqualität hätte, würden die Wolken der Sonne weichen.

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Rückblickend war es am Berninapass zwar windig und recht kühl, dennoch freu ich mich, daß ich diesmal ein Foto ohne Helm habe und offenbar besser gelaunt bin als vor einer Woche als ich hier in die Gegenrichtung fuhr.

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Auf dem Weg zum Stilfser Joch, das ich unbedingt von der Seite Bormios sehen und anfahren wollte, passierte ich vorher die Grenze am Forcola di Livigno und danach der Passo d’Eira.

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Nun sollte das Stilfser Joch / Passo dello Stelvio, die „Königin aller Passstraßen“ folgen und diesmal von der angeblich spektakuläreren Seite aus. – Ja, der Pass hat schon was zu bieten.

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Rückblickend muß ich sagen, daß ich den Jungs von Top Gear nicht recht geben kann, bei der Auswahl der „World’s best driving Road“ (Link) da es meist nur Gas-Bremen-Gas in sehr kurzen Abständen ist und für mich die Straße nicht gesperrt wurde und ich mit hunderten Ausflüglern kämpfen musste. – Dennoch sollte man diese Straße gesehen haben.

Nach dem Mittagessen auf dem Stilfer Joch, geht es weiter zum vorletzten meiner Top 10 Alpenpässe, dem Passo di Gàvia bzw. Gaviapass. – Wie soll man ein Foto mit der Anzeige Tafel machen, wenn diese vollgeklebt ist, dann weiß ja keiner wo das aufgenommen ist, tztz.

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Somit fehlt mir nur noch das Hochtor am Großglockner, also weiter geht’s durch die Dolomiten richtung Österreich. Eine sehr schöne Fahrt war es vom Passo del Tonale in Richtung Lana und Meran.

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Ein rechts kommendes Auto, schaute offenbar nur nach rechts und startete los, ohne zu sehen, daß ich von links komme. Das Auto verfehlte meinen Hinterreifen nur um Haaresbreite. Nochmals Glück gehabt!

Am Jaufenpass bemerkte ich, daß es mit 18Uhr sicherlich zu spät ist, jetzt noch gemühtlich durch die Dolomiten zu fahren, daher hatte ich beschlossen, die Edelweißspitze nun direkt anzufahren. Aber was musst ich da lesen, noch 2 1/2 Stunden bis zum Ziel.

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Um 19:30 betrat ich wieder Österreichischen Boden und kontaktierte mal meinen lieben Freund Andreas, ob der schon losgefahren ist. *hihi*

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Zwar gut angekommen, schilderte er mir, welche Odysee er heute (wegen mir) erlebte und er bereits auf der Edelweißspitze angekommen ist. – Gestern dem besten Freund Druck gebacht weil er nicht kommen wollte und heute dafür ein schlechtes Gewissen haben, das zahlt sich nicht aus.

Notitz an mich:

Was du nicht willst, daß man dir tut, das füg‘ auch keinem anderen zu. – Also dräng niemanden, sonst hast ein schlechtes Gewissen und musst im Internet auch noch das lesen: Auf geht’s / ON-Tour Tag 3

Und ich durfte hierfür auch gleich Buße tun. Ich schaffte es 10min bevor die Einfahrt zur Großglockner Hochalpenstrasse zusperrte die Einfahrt. Die Kassiererin lachte nur als ich Ihr sagte, daß ich jetzt noch auf die Edelweißspitze fuhr und merkte an, daß es saukalt wird und man auf Grund des Nebels nix sehen wird.

„Na Bravo!“ Dachte ich, wer hat denn diese Scheiss-Idee gehabt, daß wir uns im Romantik äh Komfortzimmer treffen? – Behalts für Dich, dachte ich nur, der Andi ist für Dich bei Regen durch halb Österreich gefahren. Also Klappe halten, Arschbacken zusammenkeifen und weiter geht’s.

Ab der hälte cirka, war es nicht nur saukalt (Anmerkung: 1,5°C), ich hab dann auch nie weiter als 20/30m gesehen. Eigentlich hätte ich mir schon erwartet, daß der Andreas mit einem Suchtrupp mir entgegenkommt, aber nix, muttersehlen alleine, kurfte ich am Hochtor vorbei, obwohl ich doch mein letztes Foto bräuchte, fuhr ich weiter. Die letzten Serpentienen auf die Edelweißspitze hatten es in sich, permanente Selbstblenung durch den Nebel. War ich 2 Jahre zuvor an einem Augusttag der erste der auf die Edelweißspitze fuhr, so war ich heute der letzte.

Erleichtert angekommen, freute ich mich auf ein Wiedersehen mit meinem Freund und eine warme Suppe vom Hüttenwirt.

RdGA Tag 8 – Chur – Bergün

Als ich heute morgen losfahren wollte, regenete es und ich bemerkte einen kleinen Fehler in meiner Reiseplanung: Ich hatte jeden Tag eine tolle Route geplant, jedoch keine Reserve mit eingeplant. Aber ich musste das Zimmer verlassen, sollte ich nicht gleich eine weitere Nacht buchen wollen. Abfahrt 11Uhr, so spät wie normalerweise nach 2 Pässen.

Von Chur ging es über den Lenzerheidepass, der nicht mal ein Schildchen zum Fotographieren hatte, der Tag war somit in jederlei Hinsicht ins Wasser gefallen.

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In Bergün tankte ich und traute mich nicht mehr unter dem Vordach der Tankstelle zu fahren, wie man hoffentlich am Bild sehen kann.

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Einige Leser werden eventuell anmerken, es gibt keine falsches Wetter nur die falsche Kleidung. Dem stimme ich grundsätzlich zu, nur muss ich mir das wirklich antun, ich will das ganze ja geniessen. Gott sei Dank, habe ich mich 2 Tage zuvor verplant und bin daher meinem Zeitplan doch etwas vorraus. Daher habe ich mir eine Unterkunft gesucht und den Tag im Bett in Bergün ausklingen lassen.

Während einiger Sitcoms im TV, meldete sich Andreas wieder. Er würde gerne unsere Motorradtour absagen und lieber mit dem Auto nach Grado kommen. – WWWAAAASSS?? Jetzt nicht ersthaft! Er war doch immer derjenige der meinte Männerfreudschaft, Hanschlagqualität und das andere Zeugs und jetzt lässt er mich hier im verregneten Graubünden hängen? Da ich ja viel Zeit habe heute, mach ich mal ein bisserl Druck, er war derjenige der damals meinte: „Treff ma uns beim Großglockner und fahr ma das letzte Stückerl gemeinsam“ und dann später noch „…und dann fahr ma mit der Familie gleich weiter nach Grado“ – hat der eigentlich bedacht, daß ich meine 14 Tage locker-flockig Motorradtour auf knackige 9 Tage verkürzt hatte wegen IHM?

Notiz für mich:
Man kann auch mal zum besten Freund „Nein“ sagen, der wird’s schon verkraften.

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RdGA Tag 7 – Orsières – Chur

Auf einen tollen Tag durch die Schweiz und auf die schönsten Pässe freu ich mich heute, der gleich mit dem Col du Grand Saint-Bernard beginnt. Bei so einem tollen Wetter, muss man gleich ein paar Fotos mehr machen. – 8 von den Top 10 Alpenpässe sind geschafft!

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Die Fahrt geht weiter durch den ganzen Kanton Wallis. Speziell im oberen Teil des Kantons schlängeln sich nur eine einspurige Strasse duch die Täler, daher freut man sich über jede Sehenswüdrigkeit am Straßenrand.

Diese Art von Häuser ist mir schon vor 14 Jahren aufgefallen, als ich hier das erstel Mal vorbeigekommen bin, damals halt mit dem Auto. – Es handelt sich hierbei um ein Haus mit  sogenannten Mäuseplatten oder Stadelbeine, die dazu dienen den Mäusen und Ratten keine möglichkeit zu geben in den Speicher einzudringen.

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Die Zentralschweiz zeigte was sie zu bieten hat, hier nur die Auffahrt in Richtung Grimselpass und Furkapass.

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In Gletsch angekommen, freute ich mich nicht nur über den Grimselpass, der erste einer tollen Pässeparade an diesem Tag, sondern auch auf die tolle Aussicht, die mich wissen lies, was heute noch auf mich zukommt. – Zu sehen ist das  Hotel Belvédère sowie die Ausläufer des schon zurückgegangenen Rhonegletscher, auf der Auffahrt zum Furkapass.

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EXPERTEN TIPP! – Bei der Auffahrt zum Furkapass, steht recht weit oben die Polizei und freut sich oben auf die Raser, denn die Strafen fürs zu schnell Fahren sind in der Schweiz sehr teuer, und nein, ich hab nichts zahlen müssen.

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Eigentlich gibt es hier nicht viel zu sagen, außer: „Der Furkapass

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Die Furkastrasse in Richtung Andermatt, hatte nicht nur eine tolle Aussicht zu bieten, sondern auch Kühe in den Kehren.

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Von Andermatt musste ich natürlich, wenn auch wieder nicht am Weg gelegen, einen Abstecker zum St. Gotthard Pass bzw. zum Passo San Gottardo machen.

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Nun sollte der Sustenpass folgen, daher nun Richtung Andermatt und weiter nach Wassen, wo ich mein Bike auftankte. Wer schon mal in der Schweiz getankt hat, weiß das es dort meist Automaten Tankstellen gibt, da ich noch Schweizer Franken einstecken hatte, wollte ich nicht mit Kreditkarte oder ähnlichem zahlen um mir Wechselkursspesen zu ersparen. Ich schon nun die 20.- Franken in den Automaten und tankte nur für 10.- Franken und hoffte, daß ich den Rest retour bekomme. Haha, einen Gutschein habe ich bekommen, mehr nicht.

GRATIS ABZUGEBEN! – Daher verschenke ich hiermit einen Tankgutschein, für 9,99 Schweizer Franken von Rudi Rüssel aus Wassen.

Etwas angepisst beleidigt fuhr ich also richtung Sustenpass, der jedoch auf der Auffahrt von Wassen kommend mir eher langweilig erschien, daher beschloss ich 12km vor dem Pass retour zu fahren. – Später am Abend googelte ich ob ich hier etwas verpasst hatte und stiess auf die Webseite Die besten 10 Alpenpässe der Schweiz und musste schmerzlich feststellen, ich hab heute den schönsten aller Schweizer Passe ausgelassen, ich Idiot.

Notiz für mich:
Wie schon gestern eigentlich schmerzhaft gelernt, heute gleich wieder bestätigt bekommen: Wenn Du Dir eine Route planst, dann  halt Dich verdammt nochmal auch an diesen Plan! – siehe: unsere Gebote #4

Über den Oberalppass, bin ich dann durchs obere Graubünden bis nach Chur, wo ich übernachtete.

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Im Hotel angekommen meldete sich Andreas, er ist nun aus dem Urlaub retour, hat aber weder Lust noch Motivation auf eine Motorradtour. „SPITZE!“ Dachte ich nur, wegen Ihm hatte ich meine Route des Grandes Alpes Tour umgeplant und dann kommt der einfach nicht daher, ich glaub ich spinn! – Andreas: Ich will nicht!!!! / ON-Tour Tag 1

RdGA Tag 6 – Allos – Orsières

Nach einem typischen frazösischen Frühstück mit Croissant und Baguette, hoffe ich, daß es sich heute ausgeht den Col d’Izoard zu erreichen und mit ihm den Col Agnel. Sollten heute wieder die Radsportler denen ich hiermit meinen Respekt aussprechen möchte, wieder die Alpenpässe im Beschlag nehmen, dann wäre ich doch mehr als sauer.

Kurz nach dem Col d’Allos habe ich diese Aufnahme gemacht. Mir gefällt hierbei, das kleine Schild, das einem sagen möchte: „Alter, hier gibt es weder Randstein, noch Leitplanken obwohl wir über 2000m hoch sind. Also bitte bieg jetzt hier links ab, sonst gehts abwärts.“

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Als ich auf der Zufahrt zu den beiden Pässen auf der Höhe von Château-Ville-Vieille war und lauter Biker fahren sah, wusste ich, heut pack mas! Heut schaffe ich wieder a paar Pässe für meine Top 10 Alpenpass To-Do Liste.

Die das Wetter und die Auffahrt zum Col d’Agnel war perfekt und der Pass schnell erreicht.

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Hier sieht man deutlich wie wenig Platz eigentlich auf so einem Pass ist, wenn dazu noch die Damen Radsport Nationalmanschaft von Litauen hier noch ihr Höhentraingscamp aufschlägt.

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Gut gelaut und mit dem Wissen, daß der Pass den ich Tage zuvor umfahren musste als nächstes drann ist, starte ich gut gelaut richtung Tal los.

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Alle die mich kennen wissen, daß ich mit leerem Magen nicht Motorradfahren kann und da es schon wieder 12:30 war als ich durch Molines-en-Queyras fuhr beschloss ich hier mich kurz zu stärken und den Ausblick auf das Château-Queyras zu geniessen.

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Die Auffahrt des Col d’Izoard von der Südseite kommend, war imposant. Wie am nächsten Foto zu sehen, führt der Weg durch die verwitterte Landschaft.

Oben am Pass angekommen, habe ich das Pflicht Photo geschossen, jedoch bestand am Pass wieder die Möglichkeit, auf eine Anhöhe zu wandern und oben, die Aussicht zu genießen und sich von den Steintafeln die umliegenden Berge erklären zu lassen.

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„Schon wieder?“ – dachte ich mir, als ich mich rückblickend an meine schweißtreibende Wanderung auf den Cime de la Bonette erinnerte.

Na wenn ich schon da bin, dann klettere ich halt da jetzt auch noch rauf. Langweiliger Aussichtspunkt (der auf der linken Seite!) dachte ich mir nur. Dann halt noch schnell rüber zum anderen, damit ich den auch noch habe. Und siehe da, gut war’s das ich raufgekommen bin, sonst hätte ich nicht erkannt, daß ich schon wieder einen Pass von der falschen Seite angefahren bin. *haha*

Aber die dafür schönste Kurvenkombination meiner ganzen Tour bin ich dafür 2x rauf und runtergefahren.

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Übrigens, auf einigen Pässen stehen immer wieder Photografen und schießen Fotos von Rad- und Motorradfahrern die den jeweiligen Pass erklimmen, diese kann man sich dann online kaufen. Hier sind meine Fotos, da mir diese zu teuer sind, poste ich halt den Link zum Ansehen. >> http://www.griffephotos.com/17-August-2013,1930,2,en,f,g96,n8.html

Wenn ich jetzt richtig mitgezählt habe, habe ich jetzt alle 16 Alpenpässe der Route des Grandes Alpes erfolgreich abgefahren.

Einige Leser erwarten sicherlich, daß ich nun Bardonecchia anfahre und daß der Col de Sommeiller das nächste Highlight meiner Reise sein wird. All denen muss ich leider sagen, daß ich diese Reise alleine unternommen habe und eh schon Schiss hatte, daß irgenwas passieren konnte oder ich in Frankreich ohne die Sprache zu beherrschen verhungere. Daher hatte ich beschlossen den Col de Sommeiller nicht alleine anzufahren. Ev. kauft sich der Andreas mal a g’scheite Enduro und wir fahren diesen Punkt, als auch Assietta Kammstraße gemeinsam an.

Ach und wie schon Tage zuvor erwähnt, hab ich natürlich wieder eine dumme Idee gehabt. Ich habe mir gestern Abend überlegt, daß ich eigentlich morgen, also heute doch bis in die Schweiz fahren könnte, schaut ja gar nicht weit aus so auf Google Maps. *grgr*

Notiz für mich:
Wenn ich unterwegs bin: Wenn ich zu Hause die Route in aller Ruhe und besonnenheit die ganze Tour in schöne Tagesabschnitte plane, dann halt Dich verdammt nochmal auch an diesen Plan! – siehe: unsere Gebote #4.

Nach dem ersten Grenzübertritt nach Italien in Richtung Bardonecchia hab ich wenigstens ein Foto vom Col du Sommeiller, wenn auch nur von unten.

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Mein Vater pflegte zu sagen: „Wer eine Reise macht, der kann was erzählen.“ Und recht sollte er haben.

Kurz nach der Ortschaft Susa, auf dem Weg zum Col du Mont Cenis machte ich in einer kleinen Haltebucht eine kleine Pause. Ein Radfahrer der offenbar eine Panne in dieser Haltebucht hatte, erkannte am Kennzeichen, daß ich deutsch sprach und der deutsche Radfahrer fragte mich selbstsicher: „Kannst Du mir mal bitte Deine Pumpe von Deinem Motorrad borgen.“ Ich hatte zwar von Touratech ein zusätztliches Werkzeugfach am Motorschutz angebracht, aber selbst da hatte ich keine Pumpe drinnen. (Gehört da eine rein??) Nachdem wir geklärt hatten, daß ich Ihm bei seinem Fahrradreifen nicht helfen konnte, wollte ich ich den armen Kerl dort auch nicht alleine stehen lassen. Also bot ich Ihm an, Ihn samt defekter Fahrradfelge runter ins Dorf zu fahren.

WAS ohne Helm ? – Natürlich nicht, der Fahrradfahrer hatte natürlich seinen Fahrradhelm auf. Das größere Problem war, es war seine allererste Fahrt auf einem Motorrad. Auch wenn ich mit Warnblinkanlage und max. 30km/h unterwegs war, der arme Sozius litt todesängste während der Fahrt, wie er mir unten im Dorf mitteilte.

Dieses Foto soll mich daran erinnern wie wir beide unsere Sachen versteckten. Ich damit ich ihn mitnehmen konnte und er, damit Ihm keiner was klaut während er seinen Reifen reparieren lässt. – Er hat sich 2 Tage später bei mir per Mail gemeldet und hat mir geschildert, daß er seinen Reifen inkl. Felge noch am selben Tag repariert bekommen hat.

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Nach dieser guten Tat und dem Grenzübertritt wieder nach Frankreich, ging es weiter zum Col du Mont Cenis, hier war der Weg um einiges schöner als der Pass selbst, wie man auf den Fotos hoffentlich erkennen kann.

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Ein weitere Kuriosum meines Garmin Navis konnte mich an diesem Tag nicht aus der Ruhe bringen. Dennoch verstehe ich nicht wieso eine Route so geplant ist, daß ich wenden soll, 400m retour fahren sol und dann mich rechts halten soll?

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Und gleich noch eine Geschichte was zu meinem Garmin zumo660 Navi.

Ich liebe die Funktion: Tankstelle suchen, die mir dann die Richtung zur Tankstelle und die Entfernung angibt. Was ich bis dato nicht wusste, die Entfernungsangaben ist die LUFTLINIE bis zur Tankstelle! Als meine Tankanzeige aufleutete, war ich am Fuß des Col de l’Isèran, also am Fuß des höchsten Alpenpasses und mein Navi sagt „11km bis zur Tankstelle“ – haha!

Heute kann ich mit gutem Gewissen sagen, auch mit dem Hinweis „Tankstelle aufsuchen“ schafft die BMW F800GS noch locker den höchsten Alpenpass zu bezwingen und bis nach Val d´Isère zu rollen.

Heute war das Wetter, doch recht frisch, wenig Verkehr und kein einiger Radfahrer, ein schnelles, aber doch freudliches Selbstportrait. Wegen des kalten Windes, ausnahmsweise mit Helm. – Nachfolgend noch der Blick ins Tal nach Val d´Isère

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Mit einem herzlichen „Au revoir France“ verabschiedete ich mich am Col du Petit-Saint-Bernard und überrollte die Grenze nach Italien, damit endet der französicher Teil meiner Route des Grandes Alpes Tour.

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Eigentlich hatte ich den Colle San Carlo gar nicht als Höhepunkt in meine Reise eingeplnat, doch ist dieser Weg nach dem Col du Petit-Saint-Bernard auf jeden Fall eine Reise wert, perfekte Straße und tolle Kurven!

Wie schon gesagt, hatte ich mir leider viel zu weit ein Hotel gebucht, daß ich heute noch erreichen wollte, musste, aber leider war es schon zu spät für den Col du Grand Saint-Bernard und auch zu dunkel für ein schönes Top 10 Alpenpässe Foto. – Verschiebe ich daher auf morgen.